Kurzdefinition
Validität bezeichnet die Gültigkeit einer Messung und beschreibt, ob tatsächlich das gemessen wird, was gemessen werden soll.
Ausführliche Erklärung
Eine Messung ist valide, wenn sie das zugrunde liegende Forschungsinteresse korrekt erfasst. Während Reliabilität die Zuverlässigkeit einer Messung betrifft, bezieht sich Validität auf deren inhaltliche Richtigkeit.
Ein Beispiel: Wenn ein Fragebogen die „Zufriedenheit mit der Arbeit“ messen soll, die Fragen jedoch ausschließlich das Einkommen betreffen, wäre die Messung zwar möglicherweise zuverlässig, aber nicht valide, weil sie das falsche Konstrukt erfasst.
In der empirischen Forschung werden verschiedene Formen der Validität unterschieden, darunter:
- Inhaltsvalidität: Das Messinstrument deckt alle relevanten Aspekte eines Untersuchungsgegenstands ab.
- Kriteriumsvalidität: Die Messergebnisse stehen in einem plausiblen Zusammenhang mit anderen relevanten Messgrößen.
- Konstruktvalidität: Das Messinstrument misst tatsächlich das theoretische Konzept, das es messen soll.
Validität gilt als das wichtigste Gütekriterium wissenschaftlicher Messungen. Ein Messinstrument kann nur dann wissenschaftlich sinnvoll eingesetzt werden, wenn es sowohl reliabel als auch valide ist.
Theoriebezug
Validität bildet gemeinsam mit Objektivität und Reliabilität die zentralen Qualitätskriterien empirischer Forschung und spielt eine zentrale Rolle in der Methodologie der Sozialwissenschaften.