Felton Earls
Personenprofil
- Name: Felton Earls
- Geburtsjahr: 1942
- Land: Vereinigte Staaten
- Disziplin(en): Kriminologie, Psychiatrie, Soziologie
Weitere Informationen
Felton Earls ist ein US-amerikanischer Psychiater, Sozialwissenschaftler und Public-Health-Forscher. Er war Professor für Social Medicine an der Harvard Medical School und beschäftigte sich insbesondere mit der Entwicklung von Kindern und Jugendlichen, Gewaltprävention sowie dem Einfluss sozialer Umwelten auf individuelles Verhalten.
Earls gehörte zu den Initiatoren des „Project on Human Development in Chicago Neighborhoods“ (PHDCN), einer der umfangreichsten Langzeitstudien zur Bedeutung von Nachbarschaften für Kriminalität und soziale Entwicklung.
Gemeinsam mit Robert J. Sampson und Stephen W. Raudenbush entwickelte Earls die Theorie der Collective Efficacy. Seine Forschungen zeigten, dass Gewaltkriminalität und Jugenddelinquenz nicht allein durch individuelle Merkmale erklärt werden können, sondern maßgeblich von den sozialen Beziehungen innerhalb einer Nachbarschaft beeinflusst werden.
Durch die Verbindung von Kriminologie, Soziologie und Gesundheitswissenschaften trug Earls dazu bei, Kriminalität stärker als gesellschaftliches und gemeinschaftliches Problem zu verstehen.
Schlüsselwerke
- Sampson, Raudenbush & Earls (1997): Neighborhoods and Violent Crime: A Multilevel Study of Collective Efficacy
- Earls et al. (1997): Project on Human Development in Chicago Neighborhoods
- Earls & Carlson (2001): The Social Ecology of Child Health and Well-Being