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Devianz

Erving Goffman

Erving Goffman – Wir alle spielen Theater (1956)

Mit „Wir alle spielen Theater“ (Originaltitel: The Presentation of Self in Everyday Life) legte der kanadisch-amerikanische Soziologe Erving Goffman 1956 eines der einflussreichsten Werke der modernen Mikrosoziologie vor. Das Buch begründete Goffmans Ruf als Pionier der Interaktionsanalyse und zählt zu den Schlüsselwerken des Symbolischen Interaktionismus. In seiner zentralen These beschreibt

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Robert K. Merton – Sozialstruktur und Anomie (1949)

Mit seinem Essay „Sozialstruktur und Anomie“, erschienen 1949 im Sammelband Social Theory and Social Structure, legte Robert K. Merton einen Schlüsseltext der modernen Soziologie vor. Aufbauend auf Durkheims Anomiebegriff entwickelte er eine strukturfunktionale Theorie sozialer Abweichung, die weit über die Kriminalsoziologie hinausweist. Das Werk verbindet makrosoziologische Strukturbetrachtungen mit einer Theorie

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Gemeinschaft und Reintegration als Prinzip der Reintegrative Shaming Theory nach John Braithwaite

Reintegrative Shaming (Braithwaite)

Unter Shaming versteht John Braithwaite soziale Reaktionen auf deviantes Verhalten, die darauf abzielen, beim Täter Scham auszulösen. Braithwaite unterscheidet zwei grundsätzlich unterschiedliche Formen der Beschämung. Beim desintegrativen Shaming wird nicht nur die Tat missbilligt, sondern die Person selbst dauerhaft stigmatisiert und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Diese Form der Beschämung kann

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Gruppe Jugendlicher im urbanen Raum – symbolisches Bild für Lern- und Subkulturtheorien der Kriminalität

Lernen/ Subkultur

Lern- und subkulturtheoretische Kriminalitätstheorien Kernidee der Lerntheorien: Kriminalität wird – ebenso wie normkonformes Verhalten – durch soziale Interaktion erlernt. Menschen übernehmen dabei nicht nur Techniken des Normbruchs, sondern auch Einstellungen, Motive und Rechtfertigungen. Lern- und subkulturtheoretische Kriminalitätstheorien erklären Kriminalität als Ergebnis sozialer Lernprozesse. Abweichendes Verhalten ist demnach kein angeborenes Merkmal,

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Warnschild „Danger“ mit Pfeil als Symbol für riskante Grenzerfahrungen – Illustration des Edgework-Konzepts von Stephen Lyng

Edgework (Lyng)

Edgework ist ein sozialpsychologisches Konzept, das freiwillig unternommene, risikobehaftete Handlungen („voluntary risk taking“) beschreibt, bei denen Individuen bewusst Situationen aufsuchen, in denen sie sich an der Grenze zwischen Ordnung und Chaos bewegen. In diesen Grenzsituationen erleben sie intensive Formen von Kontrolle, Selbstwirksamkeit und Identität. Merkzettel Edgework (Stephen Lyng) Hauptvertreter: Stephen

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Urbaner Skateboarder als Symbol für Risiko, Subkultur und Grenzerfahrung – Illustration kultur- und emotionsorientierter Kriminalitätstheorien

Kultur/ Emotion/ Situation

Kultur-, emotions- und situationsorientierte Kriminalitätstheorien Kultur-, emotions- und situationsorientierte Kriminalitätstheorien erklären abweichendes Verhalten nicht allein durch soziale Benachteiligung oder individuelle Pathologie, sondern rücken kulturelle Bedeutungen, emotionale Erfahrungen und konkrete Handlungssituationen in den Mittelpunkt. Kriminalität erscheint in diesen Ansätzen als soziales Handeln im Sinne Max Webers – sinnhaft auf andere Akteure

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Über SozTheo

SozTheo ist eine Informations- und Ressourcensammlung, die sich an alle an Soziologie und Kriminologie interessierten Leserinnen und Leser richtet.

SozTheo wurde als private Seite von Prof. Dr. Christian Wickert, Dozent für die Fächer Soziologie und Kriminologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, erstellt. Die hier verfügbaren Beiträge und verlinkten Artikel spiegeln nicht die offizielle Meinung, Haltung oder Lehrpläne der HSPV NRW wider.

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