Kriminalität ist nicht geschlechtsneutral. In nahezu allen Ländern und über lange historische Zeiträume hinweg zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Täterschaft, Viktimisierung und gesellschaftliche Reaktionen auf Kriminalität. Während Männer einen überwiegenden Teil der registrierten Straftäter stellen – insbesondere bei Gewalt- und Eigentumsdelikten –, sind Frauen
soziale Ungleichheit
Donald Trump als Lehrbuchbeispiel marxistischer Kriminalitätstheorien? Eine kriminologische Analyse
Kriminologische Theorien wirken oft abstrakt. Besonders marxistische Kriminalitätstheorien mit Begriffen wie „Klassencharakter des Rechts“ oder „selektive Strafverfolgung“ erscheinen vielen Studierenden zunächst wie theoretische Konstruktionen aus Lehrbüchern. Doch gelegentlich entstehen politische Situationen, die solche Konzepte auf überraschend anschauliche Weise illustrieren. Die zweite Präsidentschaft von Donald Trump bietet ein Beispiel dafür. Mehrere
Was ist Soziologie?
Was ist Soziologie? Soziologie ist die Wissenschaft von der Gesellschaft. Sie untersucht, wie Menschen zusammenleben, wie soziale Beziehungen entstehen und welche sozialen Strukturen, Normen und Institutionen dieses Zusammenleben prägen. Im Zentrum der Soziologie stehen Fragen wie: Wie entsteht soziale Ordnung? Warum handeln Menschen unterschiedlich? Wie entstehen soziale Ungleichheiten? Wie verändern
Gentrifizierung
Gentrifizierung bezeichnet den Prozess der sozialen und baulichen Aufwertung eines Stadtviertels, der häufig mit steigenden Mieten und der Verdrängung einkommensschwächerer Bewohner einhergeht. Während Segregation primär durch sozialräumliche Abgrenzung und bestehende Ungleichheit entsteht, beschreibt Gentrifizierung einen Prozess der aktiven sozialen Umstrukturierung von Quartieren – häufig ausgelöst durch Marktmechanismen, Stadtplanung oder gezielte
Theorie der Praxis
Pierre Bourdieus Theorie der Praxis (auch: Praxistheorie) ist ein gesellschaftstheoretisches Paradigma, das soziale Ordnung als Ergebnis alltäglicher Praktiken erklärt. Gesellschaft entsteht weder ausschließlich durch objektive Strukturen noch allein durch bewusstes Handeln, sondern durch ein Wechselspiel aus inkorporierten Dispositionen (Habitus), verfügbaren Ressourcen (Kapital) und den sozialen Arenen, in denen um Positionen
Der tragbare Körper: Mode, Sexualität und Normalisierung
Der Körper ist in modernen Gesellschaften kein bloßes biologisches Substrat. Er ist eine soziale Oberfläche, ein Bewertungsobjekt und ein Projekt: sichtbar, vergleichbar, optimierbar. Wer dazugehört, muss nicht nur „sein“, sondern erscheinen – und zwar so, dass der eigene Körper als tragbar gilt: ästhetisch, funktional, moralisch und sozial passend. Dabei geht

