Kurzdefinition
Wirtschaftskriminalität umfasst Straftaten, die im Zusammenhang mit wirtschaftlichen Tätigkeiten, Unternehmen oder Finanzmärkten begangen werden und häufig auf finanziellen Gewinn abzielen.
Ausführliche Erklärung
Unter Wirtschaftskriminalität werden Straftaten verstanden, die im Rahmen legaler wirtschaftlicher Aktivitäten oder Unternehmensstrukturen begangen werden. Dazu zählen beispielsweise Betrug, Untreue, Korruption, Bilanzfälschung, Insiderhandel, Geldwäsche, Steuerhinterziehung oder Kartellabsprachen. Im Unterschied zur Straßenkriminalität werden diese Delikte häufig von Personen mit hohem sozialem Status, besonderem Fachwissen oder privilegiertem Zugang zu wirtschaftlichen Ressourcen begangen.
Wirtschaftskriminalität verursacht oftmals erhebliche gesellschaftliche Schäden. Neben direkten finanziellen Verlusten können auch das Vertrauen in Märkte, Unternehmen und staatliche Institutionen beeinträchtigt werden. Viele Formen der Wirtschaftskriminalität bleiben zudem lange unentdeckt und weisen ein großes Dunkelfeld auf.
Theoriebezug
Der Begriff ist eng mit Edwin Sutherlands Konzept des White-Collar Crime verbunden. Weitere Bezüge bestehen zur Rational Choice Theory, Kritischen Kriminologie und zu Theorien der Neutralisierung.
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