Henry Donald McKay

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Henry D. McKay war ein US-amerikanischer Soziologe und Kriminologe und zählt gemeinsam mit Clifford R. Shaw zu den zentralen Vertretern der Chicago School of Sociology. Seine wissenschaftliche Bedeutung liegt vor allem in der empirischen Analyse räumlicher Kriminalitätsverteilung und der Entwicklung der Theorie der sozialen Desorganisation.

McKay war maßgeblich an groß angelegten sozialökologischen Studien in Chicago beteiligt, in denen Kriminalität, Delinquenz und soziale Problemlagen systematisch kartiert und mit sozialen Strukturen verknüpft wurden. Gemeinsam mit Shaw zeigte er, dass Kriminalität weniger durch individuelle Eigenschaften als durch strukturelle Merkmale von Stadtvierteln erklärt werden kann – insbesondere durch Armut, ethnische Heterogenität, hohe Wohnmobilität und schwache informelle soziale Kontrolle.

Seine Arbeiten markieren einen Paradigmenwechsel weg von biologischen und moralischen Erklärungen hin zu sozialstrukturellen, raumbezogenen Analysen. McKay gilt damit als Mitbegründer der modernen Stadt-, Kriminal- und Umweltkriminologie.

Schlüsselwerke

  • Juvenile Delinquency and Urban Areas (mit Clifford R. Shaw, 1942)
  • Juvenile Delinquency in Urban Areas (überarb. Auflagen 1969)
  • Delinquency Areas (mit Clifford R. Shaw, 1929)