Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) gilt in Deutschland als das zentrale Lagebild der Kriminalität. Jahr für Jahr werden ihre Zahlen von Innenministerien vorgestellt, in Nachrichtensendungen diskutiert und in politischen Debatten aufgegriffen. Besonders im Fokus stehen dabei meist nur wenige Kennzahlen: Steigt oder sinkt die Kriminalität? Wie hoch ist die Aufklärungsquote? Und
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Donald Trump als Lehrbuchbeispiel marxistischer Kriminalitätstheorien? Eine kriminologische Analyse
Kriminologische Theorien wirken oft abstrakt. Besonders marxistische Kriminalitätstheorien mit Begriffen wie „Klassencharakter des Rechts“ oder „selektive Strafverfolgung“ erscheinen vielen Studierenden zunächst wie theoretische Konstruktionen aus Lehrbüchern. Doch gelegentlich entstehen politische Situationen, die solche Konzepte auf überraschend anschauliche Weise illustrieren. Die zweite Präsidentschaft von Donald Trump bietet ein Beispiel dafür. Mehrere
Mehr als ein Händedruck: Soziologische Theorien im Alltag
Soziologische Theorien im Alltag: Warum eine Begrüßung mehr verrät als gedacht Es ist ein alltägliches Ritual: Zwei Menschen begegnen sich und begrüßen einander. Stellen wir uns folgende Situation vor: Eine neue Kollegin betritt zum ersten Mal den Seminarraum. Die Anwesenden stehen auf oder bleiben sitzen? Reicht man die Hand –
ChatGPT für Klausuren und mündliche Prüfungen: KI sinnvoll im Studium nutzen
Ich möchte diesen Beitrag mit einer kleinen Beichte beginnen: Ich habe für mein Studium nie im klassischen Sinne gelernt. Ich war fast nie Teil einer Lerngruppe, habe mich nicht mit Karteikarten abgefragt, keine Nächte in der Bibliothek verbracht und keine Bücher auswendig gelernt. Stattdessen hatte ich eine einfache Routine. Ich
Mode als soziale Ordnung: Kleidung, Devianz und Zuschreibung
Mode ist kein Randthema Mode wird im Alltagsverständnis häufig als Ausdruck individueller Vorlieben, ästhetischer Kreativität oder wechselnder Trends interpretiert. Eine soziologische Perspektive zeigt jedoch, dass Kleidung weit über diese Funktionen hinausgeht. Sie ist kein bloßes Konsumphänomen, sondern ein zentrales Medium sozialer Ordnung. Über Kleidung werden Zugehörigkeiten markiert, Erwartungen stabilisiert und
Der tragbare Körper: Mode, Sexualität und Normalisierung
Der Körper ist in modernen Gesellschaften kein bloßes biologisches Substrat. Er ist eine soziale Oberfläche, ein Bewertungsobjekt und ein Projekt: sichtbar, vergleichbar, optimierbar. Wer dazugehört, muss nicht nur „sein“, sondern erscheinen – und zwar so, dass der eigene Körper als tragbar gilt: ästhetisch, funktional, moralisch und sozial passend. Dabei geht

