Ronald L. Akers

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Ronald L. Akers ist ein US-amerikanischer Kriminologe und Mitbegründer der Social Learning Theory, einer Weiterentwicklung der Differentiellen Assoziationstheorie von Edwin H. Sutherland. Gemeinsam mit Robert L. Burgess verknüpfte Akers die Theorie des sozialen Lernens mit dem Prinzip der operanten Konditionierung (B.F. Skinner) und überführte sie in ein empirisch testbares Modell der kriminellen Sozialisation.

Zentrale Annahme seiner Theorie ist, dass kriminelles Verhalten durch Lernprozesse entsteht – insbesondere dann, wenn deviantes Verhalten häufiger belohnt als bestraft wird. Dabei spielen der soziale Kontext, Gruppeninteraktionen, Vorbilder und Verstärkungsmechanismen eine entscheidende Rolle. Die Social Learning Theory gilt als eine der einflussreichsten mikrosoziologischen Theorien der Kriminologie.

Ronald Akers war viele Jahre Professor an der University of Florida und Präsident der American Society of Criminology. Sein Werk ist sowohl theoretisch als auch methodisch prägend für die kriminologische Forschung weltweit.

Schlüsselwerke

  • Deviant Behavior: A Social Learning Approach (1973, mit Robert L. Burgess)
  • Social Learning and Social Structure: A General Theory of Crime and Deviance (1998)
  • Criminological Theories: Introduction and Evaluation (mehrere Auflagen seit 1999)