Kurzdefinition
Wissenschaftliche Ansätze, die versuchen, Ursachen und Bedingungen für kriminelles Verhalten zu erklären.
Ausführliche Erklärung
Eine ausführliche Darstellung der wichtigsten kriminologischen Ansätze findet sich im Beitrag
Kriminalitätstheorien.
Kriminalitätstheorien sind theoretische Modelle, die untersuchen, warum Menschen straffällig werden und welche gesellschaftlichen, sozialen und individuellen Faktoren kriminelles Verhalten begünstigen. Die Theorien lassen sich grob in drei Kategorien einteilen:
- Biologische Theorien: Erklären Kriminalität durch genetische oder physiologische Faktoren (z. B. Lombroso, Neurokriminologie).
- Psychologische Theorien: Fokussieren auf individuelle Entwicklungsstörungen, Persönlichkeitsstrukturen und Lernprozesse (z. B. Theorie der Differentiellen Assoziation, Neutralisierungstechniken).
- Soziologische Theorien: Untersuchen den Einfluss sozialer Strukturen, Ungleichheit und gesellschaftlicher Normen (z. B. Anomietheorie, Subkulturtheorie, Labeling Approach).
Je nach Perspektive wird Kriminalität als Ergebnis sozialer Desorganisation, ökonomischer Ungleichheit, sozialer Lernprozesse oder persönlicher Dispositionen verstanden.
Theoriebezug
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