Der Zusammenhang von Migration und Kriminalität zählt seit Jahrzehnten zu den kontroversesten Themen der kriminalpolitischen und gesellschaftlichen Debatte. Insbesondere die jährlich veröffentlichten Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) werden regelmäßig als Beleg dafür herangezogen, dass nichtdeutsche Personen überproportional häufig an Straftaten beteiligt seien. Solche Interpretationen greifen jedoch häufig zu kurz. Die
Kriminalstatistik
Schöngerechnete Kriminalität? Die „PKS-Ausland“ und das Problem statistischer Auslagerung
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) gilt in Deutschland als das zentrale Lagebild der Kriminalität. Jahr für Jahr werden ihre Zahlen von Innenministerien vorgestellt, in Nachrichtensendungen diskutiert und in politischen Debatten aufgegriffen. Besonders im Fokus stehen dabei meist nur wenige Kennzahlen: Steigt oder sinkt die Kriminalität? Wie hoch ist die Aufklärungsquote? Und
Was ist Kriminologie?
Die Kriminologie ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Entstehung, Verbreitung und gesellschaftlichen Kontrolle von Kriminalität beschäftigt. Kriminologie leitet sich ab von dem lateinischen Wort crimen (Verbrechen) und dem griechischen Wort logos (Lehre). Die „Erfindung“ des Begriffs Kriminologie (hier: criminologia) wird dem italienischen Gelehrten Raffaele Garofalo zugeschrieben, der 1885
Betäubungsmittelkriminalität
Betäubungsmittelkriminalität umfasst alle strafrechtlich relevanten Handlungen im Zusammenhang mit Substanzen, die im Betäubungsmittelgesetz (BtMG) geregelt sind. Dazu zählen Herstellung, Besitz, Handel, Einfuhr und weitere Delikte. Der Konsum an sich ist nicht strafbar, allerdings ist dieser in den meisten Fällen mit Besitz verbunden, welcher wiederum strafrechtlich verfolgt wird. In Deutschland gelten
Kriminalität Nichtdeutscher
Kriminalität Nichtdeutscher bezeichnet Straftaten, die von Personen ohne deutsche Staatsangehörigkeit begangen werden. In öffentlichen Debatten wird hierfür häufig der Begriff „Ausländerkriminalität“ verwendet. Dieser Begriff ist jedoch wissenschaftlich problematisch, da er sehr unterschiedliche Personengruppen zusammenfasst und leicht den Eindruck erweckt, Nationalität sei eine Ursache von Kriminalität. Allgemeine Grundlagen zur Kriminologie sowie
Statistische Erfassung von Kriminalität
Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) ist die wichtigste Kriminalstatistik in Deutschland und eine zentrale Datenquelle der Kriminologie. Wer verstehen will, was Kriminologie untersucht, muss auch wissen, wie Kriminalität statistisch erfasst wird. In Deutschland kommt dabei der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) eine zentrale Bedeutung zu. Daneben existieren weitere Justizstatistiken, polizeiliche Lagebilder sowie Ergebnisse


