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Kriminologie

Lehrtext Migration und Kriminalität von Stefan Kersting und Julia Erdmann

Lehrtext: Migration und Kriminalität (Gastbeitrag)

Der Zusammenhang von Migration und Kriminalität zählt seit Jahrzehnten zu den kontroversesten Themen der kriminalpolitischen und gesellschaftlichen Debatte. Insbesondere die jährlich veröffentlichten Zahlen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) werden regelmäßig als Beleg dafür herangezogen, dass nichtdeutsche Personen überproportional häufig an Straftaten beteiligt seien. Solche Interpretationen greifen jedoch häufig zu kurz. Die

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Hund beobachtet aus einem Fenster – Sinnbild für informelle soziale Kontrolle und soziale Beobachtung im Alltag

Sanktionen und soziale Kontrolle: Formen, Funktionen und Bedeutung

Gesellschaften funktionieren nicht allein deshalb, weil Menschen Gesetze kennen oder moralische Werte teilen. Soziale Ordnung entsteht auch dadurch, dass normgerechtes Verhalten belohnt und Normverletzungen sanktioniert werden. Wer sich an gesellschaftliche Erwartungen hält, erhält häufig Anerkennung, Vertrauen oder soziale Zugehörigkeit. Wer gegen Regeln verstößt, muss dagegen mit Kritik, Ausgrenzung oder formellen

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ein leerer Zellentrakt als Symbolbild für Gefängnis/ Strafvollzug

Gefängnis und Strafvollzug – Geschichte, Funktionen und Kritik

Das Gefängnis gehört heute zu den selbstverständlichsten Institutionen moderner Gesellschaften. Wer eine schwere Straftat begeht, dem droht die Freiheitsstrafe. Diese Vorstellung erscheint so vertraut, dass leicht übersehen wird: Das Gefängnis ist eine vergleichsweise junge Erfindung. Über Jahrhunderte hinweg wurden Straftäter nicht primär eingesperrt, sondern körperlich bestraft, verbannt, zur Zwangsarbeit verpflichtet

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Zwei Metallschalen mit den Aufschriften ‚PKS 2024‘ und ‚PKS-Ausland Betrug‘ als Symbolbild für die Auslagerung von Betrugsdelikten aus der Polizeilichen Kriminalstatistik

Schöngerechnete Kriminalität? Die „PKS-Ausland“ und das Problem statistischer Auslagerung

Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) gilt in Deutschland als das zentrale Lagebild der Kriminalität. Jahr für Jahr werden ihre Zahlen von Innenministerien vorgestellt, in Nachrichtensendungen diskutiert und in politischen Debatten aufgegriffen. Besonders im Fokus stehen dabei meist nur wenige Kennzahlen: Steigt oder sinkt die Kriminalität? Wie hoch ist die Aufklärungsquote? Und

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Geschlecht und Kriminalität: Warum Männer häufiger straffällig werden als Frauen

Geschlecht und Kriminalität

Kriminalität ist nicht geschlechtsneutral. In nahezu allen Ländern und über lange historische Zeiträume hinweg zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Täterschaft, Viktimisierung und gesellschaftliche Reaktionen auf Kriminalität. Während Männer einen überwiegenden Teil der registrierten Straftäter stellen – insbesondere bei Gewalt- und Eigentumsdelikten –, sind Frauen

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Was ist Kriminologie?

Die Kriminologie ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Entstehung, Verbreitung und gesellschaftlichen Kontrolle von Kriminalität beschäftigt. Kriminologie leitet sich ab von dem lateinischen Wort crimen (Verbrechen) und dem griechischen Wort logos (Lehre). Die „Erfindung“ des Begriffs Kriminologie (hier: criminologia) wird dem italienischen Gelehrten Raffaele Garofalo zugeschrieben, der 1885

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Über SozTheo

SozTheo ist eine Informations- und Ressourcensammlung, die sich an alle an Soziologie und Kriminologie interessierten Leserinnen und Leser richtet.

SozTheo wurde als private Seite von Prof. Dr. Christian Wickert, Dozent für die Fächer Soziologie und Kriminologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, erstellt. Die hier verfügbaren Beiträge und verlinkten Artikel spiegeln nicht die offizielle Meinung, Haltung oder Lehrpläne der HSPV NRW wider.

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