The Politics of Abolition (1974) von Thomas Mathiesen zählt zu den einflussreichsten Werken des strafrechtlichen Abolitionismus und der Kritischen Kriminologie. In radikaler Abkehr von traditionellen Strafrechtstheorien fordert Mathiesen nicht weniger als die Abschaffung des Gefängnisses – nicht zugunsten alternativer Strafformen, sondern im Sinne einer grundlegenden Infragestellung der gesamten Strafjustiz. Dabei
Michel Foucault
Stanley Cohen – Visions of Social Control (1985)
Mit seinem Werk Visions of Social Control: Crime, Punishment and Classification (1985) liefert Stanley Cohen eine tiefgreifende Analyse der Transformationen sozialer Kontrolle im späten 20. Jahrhundert. Während Folk Devils and Moral Panics (1972) vor allem mediale Diskurse und moralische Reaktionen auf Devianz untersucht, richtet Visions of Social Control den Blick
Georg Rusche & Otto Kirchheimer – Punishment and Social Structure (1939)
Punishment and Social Structure von Georg Rusche und Otto Kirchheimer gilt als wegweisendes Werk der kritischen Kriminologie. Erstmals 1939 veröffentlicht, zeigt es auf, dass Strafsysteme nicht nur moralischen oder juristischen Prinzipien folgen, sondern vor allem ökonomischen und sozialen Machtstrukturen unterliegen. Die Autoren analysieren darin die historische Entwicklung von Strafsystemen in
Judith Butler – Das Unbehagen der Geschlechter (1990)
Das Unbehagen der Geschlechter (Originaltitel: Gender Trouble, 1990) von Judith Butler zählt zu den einflussreichsten Werken der Geschlechterforschung und Queer Theory. Butler bricht mit traditionellen Annahmen über Geschlecht und Identität, dekonstruiert binäre Geschlechterordnungen und macht deutlich, dass Geschlecht nicht „natürlich“, sondern gesellschaftlich hervorgebracht ist – performativ und wiederholbar. Das Werk
Michel Foucault – Überwachen und Strafen (1975)
„Überwachen und Strafen“ von Michel Foucault zählt zu den einflussreichsten Werken der kritischen Gesellschaftsanalyse im 20. Jahrhundert. Das 1975 erschienene Buch markiert den Beginn von Foucaults „genealogischer“ Phase und untersucht die historischen Transformationen von Macht, Strafe und Subjektivität. Im Zentrum steht der Wandel von der körperlichen Bestrafung hin zu subtilen,
Soziologie der Gewalt
Nahezu drei von vier Deutschen (74 %) haben sehr viel oder ziemlich viel Vertrauen in die Polizei. Ähnlich positiv werden auch deutsche Gerichte (68 %) und das Rechtssystem insgesamt (64 %) bewertet. Dagegen liegt das Vertrauen in Institutionen wie Kirche, Bundesregierung oder große Wirtschaftsunternehmen mit rund 34 % deutlich niedriger (ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG, 2017, S.


