Die Kriminologie ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Entstehung, Verbreitung und gesellschaftlichen Kontrolle von Kriminalität beschäftigt. Kriminologie leitet sich ab von dem lateinischen Wort crimen (Verbrechen) und dem griechischen Wort logos (Lehre). Die „Erfindung“ des Begriffs Kriminologie (hier: criminologia) wird dem italienischen Gelehrten Raffaele Garofalo zugeschrieben, der 1885
soziale Kontrolle
Mode, Körper und Devianz – Eine soziologische Analyse
Mode ist mehr als Stil, Trend oder Geschmack. Kleidung fungiert als sozialer Marker, als Mittel der Distinktion, als Instrument der Normalisierung – und zunehmend auch als ökonomischer und ökologischer Konfliktraum. Wer was trägt – oder nicht trägt –, wird gelesen, eingeordnet und bewertet. Mode ist damit kein bloßes Konsumphänomen, sondern
Mode als soziale Ordnung: Kleidung, Devianz und Zuschreibung
Mode ist kein Randthema Mode wird im Alltagsverständnis häufig als Ausdruck individueller Vorlieben, ästhetischer Kreativität oder wechselnder Trends interpretiert. Eine soziologische Perspektive zeigt jedoch, dass Kleidung weit über diese Funktionen hinausgeht. Sie ist kein bloßes Konsumphänomen, sondern ein zentrales Medium sozialer Ordnung. Über Kleidung werden Zugehörigkeiten markiert, Erwartungen stabilisiert und
Kinderserien als Sozialisationsinstanz – Normen, Rollenbilder und gesellschaftliche Ordnung
Kinderfernsehen wirkt auf den ersten Blick harmlos: bunte Figuren, einfache Geschichten, klare Konflikte. Aus soziologischer Perspektive sind Kinderserien jedoch alles andere als trivial. Sie entwerfen Modellwelten, in denen Kinder lernen, was „normal“ ist – welche Familienformen, Berufe, Konflikte, Geschlechterrollen und Formen von Autorität als selbstverständlich gelten. Kinderserien sind damit Teil
12 Mythen über Kriminalität
12 Mythen über Kriminalität im Faktencheck – von der Angst vor steigender Kriminalität bis zur Ubiquitätsthese erklärt die Kriminologie die Fakten.
Fritz Sack (1931–2025)
Am 18. August 2025 ist der Kriminologe Fritz Sack im Alter von 94 Jahren verstorben. Mit ihm verliert die deutschsprachige Kriminologie einen ihrer profiliertesten Vertreter – einen Denker, der wie kaum ein anderer für eine kritisch-reflektierte, gesellschaftsanalytische Perspektive auf Kriminalität und Kontrolle stand. Fritz Sack war ein zentraler Begründer der

