Mit seinem Hauptwerk Wirtschaft und Gesellschaft (1921/22) hat Max Weber ein Grundlagenwerk der modernen Soziologie geschaffen, das bis heute zu den zentralen Bezugspunkten soziologischer Theoriebildung gehört. Das Werk erschien posthum und wurde von Marianne Weber sowie weiteren Schülern auf Grundlage von Webers Vorlesungen und Manuskripten veröffentlicht. Es bietet ein umfassendes
soziale Kontrolle
Émile Durkheim – Der Selbstmord (1897)
Émile Durkheims Studie Der Selbstmord (1897) gehört zu den wichtigsten empirischen Werken der Soziologie. Es untersucht, wie gesellschaftliche Faktoren individuelle Handlungen, speziell Suizid, beeinflussen. Durkheim zeigt auf, dass Selbstmord nicht nur ein individuelles, sondern vor allem ein soziales Phänomen ist. Dieses sehr frühe soziologische Werk (1897) unterstreicht nicht nur den
Émile Durkheim – Drei Schlüsselwerke der Soziologie
Émile Durkheim (1858–1917) gehört zu den wichtigsten Begründern der Soziologie als eigenständige Wissenschaft. Mit seinen drei zentralen Werken: Über soziale Arbeitsteilung (1893) (Originaltitel: De la division du travail social), Die Regeln der soziologischen Methode (1895) (Originaltitel: Les règles de la méthode sociologique) und Der Selbstmord (1897) (Originaltitel: Le Suicide) legte
Broken Windows (Wilson & Kelling)
Der Broken Windows Ansatz – häufig auch als Broken Windows Theorie bezeichnet – gehört zu den bekanntesten und zugleich umstrittensten Konzepten der modernen Kriminologie. Die zentrale Annahme von James Q. Wilson und George L. Kelling lautet: Bereits geringe Anzeichen von Unordnung können als Signal fehlender sozialer Kontrolle wahrgenommen werden und
Reintegrative Shaming (Braithwaite)
Unter Shaming versteht John Braithwaite soziale Reaktionen auf deviantes Verhalten, die darauf abzielen, beim Täter Scham auszulösen. Braithwaite unterscheidet zwei grundsätzlich unterschiedliche Formen der Beschämung. Beim desintegrativen Shaming wird nicht nur die Tat missbilligt, sondern die Person selbst dauerhaft stigmatisiert und aus der Gemeinschaft ausgeschlossen. Diese Form der Beschämung kann
Klassische Kriminalitätstheorie
Die klassische Kriminalitätstheorie – auch als klassische Schule der Kriminologie bezeichnet – versteht kriminelles Handeln als Ergebnis freier und rationaler Entscheidungen der handelnden Individuen. Straftaten entstehen demnach dann, wenn der erwartete Nutzen einer Handlung größer erscheint als die zu erwartenden Kosten in Form von Strafen. Die zentralen Impulse dieser Perspektive



