Polizei, Strafe und soziale Kontrolle gehören zu den zentralen Themen der Kriminologie und Kriminalsoziologie. Moderne Gesellschaften reagieren auf Kriminalität nicht nur durch Strafverfolgung und Sanktionen, sondern auch durch Überwachung, Prävention und vielfältige Formen sozialer Kontrolle. Dabei stellen sich grundlegende Fragen: Wie entsteht polizeiliche Autorität? Warum genießen Polizei und Strafjustiz Vertrauen
soziale Kontrolle
Theoretische Perspektiven
Kriminalität ist mehr als die Verletzung von Gesetzen. Sie ist zugleich ein kulturelles, soziales und kommunikatives Phänomen. Vorstellungen von Kriminalität entstehen nicht allein durch Straftaten selbst, sondern auch durch Erzählungen, Bilder, Symbole, Medienberichte, Musik, Filme oder öffentliche Debatten. Was als gefährlich, abweichend oder bedrohlich gilt, wird gesellschaftlich ausgehandelt und kulturell
Medien, Kultur & Kriminalität
Kriminalität existiert nicht nur als gesellschaftliches Phänomen, sondern auch als mediale und kulturelle Konstruktion. Nachrichtenmedien, Filme, Serien, Musik, soziale Netzwerke und digitale Plattformen prägen, wie über Kriminalität gesprochen wird, welche Täterbilder entstehen und wie Polizei, Strafe und soziale Kontrolle wahrgenommen werden. Für die meisten Menschen bleibt Kriminalität eine indirekte Erfahrung.
Geschlecht und Kriminalität
Kriminalität ist nicht geschlechtsneutral. In nahezu allen Ländern und über lange historische Zeiträume hinweg zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Täterschaft, Viktimisierung und gesellschaftliche Reaktionen auf Kriminalität. Während Männer einen überwiegenden Teil der registrierten Straftäter stellen – insbesondere bei Gewalt- und Eigentumsdelikten –, sind Frauen
Was ist Kriminologie?
Die Kriminologie ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Entstehung, Verbreitung und gesellschaftlichen Kontrolle von Kriminalität beschäftigt. Kriminologie leitet sich ab von dem lateinischen Wort crimen (Verbrechen) und dem griechischen Wort logos (Lehre). Die „Erfindung“ des Begriffs Kriminologie (hier: criminologia) wird dem italienischen Gelehrten Raffaele Garofalo zugeschrieben, der 1885
Mode, Körper und Devianz – Eine soziologische Analyse
Mode ist mehr als Stil, Trend oder Geschmack. Kleidung fungiert als sozialer Marker, als Mittel der Distinktion, als Instrument der Normalisierung – und zunehmend auch als ökonomischer und ökologischer Konfliktraum. Wer was trägt – oder nicht trägt –, wird gelesen, eingeordnet und bewertet. Mode ist damit kein bloßes Konsumphänomen, sondern
