Die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS) gilt in Deutschland als das zentrale Lagebild der Kriminalität. Jahr für Jahr werden ihre Zahlen von Innenministerien vorgestellt, in Nachrichtensendungen diskutiert und in politischen Debatten aufgegriffen. Besonders im Fokus stehen dabei meist nur wenige Kennzahlen: Steigt oder sinkt die Kriminalität? Wie hoch ist die Aufklärungsquote? Und
Kriminologie
Geschlecht und Kriminalität
Kriminalität ist nicht geschlechtsneutral. In nahezu allen Ländern und über lange historische Zeiträume hinweg zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Männern und Frauen in Bezug auf Täterschaft, Viktimisierung und gesellschaftliche Reaktionen auf Kriminalität. Während Männer einen überwiegenden Teil der registrierten Straftäter stellen – insbesondere bei Gewalt- und Eigentumsdelikten –, sind Frauen
Was ist Kriminologie?
Die Kriminologie ist die wissenschaftliche Disziplin, die sich mit der Entstehung, Verbreitung und gesellschaftlichen Kontrolle von Kriminalität beschäftigt. Kriminologie leitet sich ab von dem lateinischen Wort crimen (Verbrechen) und dem griechischen Wort logos (Lehre). Die „Erfindung“ des Begriffs Kriminologie (hier: criminologia) wird dem italienischen Gelehrten Raffaele Garofalo zugeschrieben, der 1885
Cannabis zwischen Konsumform, Subkultur und Popkultur
Ob Chillum, Joint oder App-gesteuerter Vaporizer – die Art und Weise, wie Cannabis konsumiert wird, ist weit mehr als eine rein technische Frage. Sie verrät etwas über die Person, ihre sozialen Beziehungen, kulturellen Vorlieben und den gesellschaftlichen Kontext. Der Konsum ist Ausdruck von Milieuzugehörigkeit, Gesundheitsbewusstsein oder ästhetischer Selbstinszenierung. Dieses Kapitel
Cannabis auf Rezept – Ein Selbstversuch
Einleitung Die Teillegalisierung durch das Konsumcannabisgesetz (KCanG) sollte den Weg zu einem verantwortungsvollen Umgang mit Cannabis ebnen. Zwar wurde die Entkriminalisierung umgesetzt, doch gleichzeitig entstand eine strukturelle Versorgungslücke: Die gesamte legale Beschaffung ruht bislang ausschließlich auf der ersten Säule des Gesetzes – dem Eigenanbau sowie den gemeinschaftlich organisierten Anbauvereinigungen. Beides
Cannabis in der Praxis: Das KCanG zwischen Regulierung, Kontrolle und Alltagsrealität
Kurzüberblick: Dieser Beitrag analysiert die Umsetzung des Konsumcannabisgesetzes (KCanG) seit April 2024. Themen sind u. a. die Ziele der Reform, rechtliche Änderungen, föderale Unterschiede, polizeiliche Kontrollpraxis, Ergebnisse des EKOCAN-Zwischenberichts, Versorgung durch Anbauvereinigungen und Medizinalcannabis sowie die Blockade der zweiten Säule mit lizenzierten Fachgeschäften. Der Text zeigt, wo Entkriminalisierung wirkt –



