Die Gefährlichkeit von Drogen ergibt sich nicht allein aus ihren pharmakologischen Eigenschaften – sie ist auch ein soziales Konstrukt. Was als gefährlich, abweichend oder kriminell gilt, wird durch gesellschaftliche Deutungen, politische Interessen und moralische Kampagnen geprägt. Das zeigt kaum ein Beispiel so deutlich wie die Geschichte der Kriminalisierung von Cannabis.
Kriminologie
Cannabis zwischen Heilmittel, Werkstoff und Kriminalisierung – Eine kulturgeschichtliche Spurensuche
Kaum eine psychoaktive Substanz polarisiert so sehr wie Cannabis: Für die einen ist es ein gefährliches Rauschmittel, für die anderen ein bewährtes Naturheilmittel oder ein Lifestyle‑Produkt. Doch jenseits aktueller Debatten um Legalisierung und Konsumformen lohnt ein Blick zurück – auf die kulturelle, medizinische und politische Geschichte einer Pflanze, deren gesellschaftliche
Cannabis: Kultur, Konsum, Kontrolle
Die Cannabisdebatte ist weit mehr als eine medizinisch-rechtliche Frage. Sie berührt gesellschaftliche Normen, kulturelle Praxen und politische Machtverhältnisse. In dieser Artikelserie beleuchten wir die vielschichtigen Dimensionen von Cannabis – von der Geschichte über Konsumformen bis zur juristischen und soziologischen Bewertung. Artikelserie im Überblick Teil 1: Kulturgeschichte & Kriminalisierung Teil
Serienmord als soziale Pathologie – Eine kriminologische Annäherung
Serienmorde faszinieren, erschrecken – und sie dominieren seit Jahren die Popkultur: Netflix-Dokus wie Monster: Die Geschichte von Ed Gein oder Dahmer brechen Rekorde, Podcasts und True-Crime-Formate verzeichnen Millionenpublikum. Doch was steckt jenseits der medialen Dramaturgie hinter dem Phänomen Serienmord? Dieser Beitrag unternimmt eine kriminologisch-soziologische Annäherung an eine der extremsten Formen
Welches ist die beste Kriminalitätstheorie?
Zehn blinde Flecken der Kriminalitätstheorie Die Frage nach der „besten“ Kriminalitätstheorie ist so alt wie die Kriminologie selbst. Seit über 200 Jahren versuchen Wissenschaftler:innen zu erklären, warum Menschen gegen Gesetze verstoßen. Doch je mehr Theorien entstanden sind, desto deutlicher wird: Keine Theorie erklärt Kriminalität vollständig. Viele greifen zu kurz, fokussieren
Feigenblatt-Kriminologie? Eine disziplinäre Zwischenbilanz im Jahr 2025
„Successful failure“ – mit dieser paradoxen Formel beschrieben Ian Loader und Richard Sparks 2010 den Zustand der Kriminologie im angelsächsischen Raum. Die Disziplin sei institutionell erfolgreich – mit wachsender Studierendenzahl, akademischen Programmen und Fachzeitschriften –, aber politisch einflusslos. Ihre Analysen, Warnungen und Erkenntnisse verhallten ungehört.




