Catch Me If You Can (2002)

Catch Me If You Can basiert auf der gleichnamigen Autobiografie des Hochstaplers Frank W. Abagnale Jr. und erzählt dessen außergewöhnliche Karriere als Scheckfälscher und Identitätsbetrüger in den 1960er Jahren. Mit großer Intelligenz, Charme und Improvisationstalent gelingt es dem jungen Abagnale über Jahre hinweg, sich als Pilot, Arzt oder Jurist auszugeben und den Strafverfolgungsbehörden immer wieder zu entkommen. Steven Spielberg verbindet die wahre Geschichte zu einer unterhaltsamen Mischung aus Kriminalfilm, Drama und Coming-of-Age-Geschichte.

Film- / Serienprofil

Kriminologische Relevanz

Catch Me If You Can gehört zu den bekanntesten Filmen über Betrug, Identitätstäuschung und Wirtschaftskriminalität. Im Mittelpunkt steht nicht Gewalt, sondern die Fähigkeit des Protagonisten, gesellschaftliche Erwartungen, institutionelle Schwächen und das Vertrauen anderer Menschen für seine eigenen Zwecke auszunutzen. Der Film zeigt, wie Intelligenz, Kreativität und situative Gelegenheiten zu einer außergewöhnlichen kriminellen Karriere beitragen können.

Gleichzeitig verzichtet der Film auf einfache Ursachenmodelle. Frank Abagnales Delinquenz wird weder ausschließlich als Folge sozialer Benachteiligung noch als Ausdruck einer psychischen Störung erklärt. Vielmehr stehen seine Entscheidungen, seine Eigeninitiative und seine Fähigkeit, Chancen zu erkennen und zu nutzen, im Vordergrund. Damit eignet sich Catch Me If You Can besonders zur Veranschaulichung der voluntaristischen Kriminalitätstheorie von Hermann, die Kriminalität als Ergebnis bewusster Handlungsentscheidungen innerhalb konkreter sozialer Handlungsspielräume versteht.

Kriminologische Einordnung

Trailer / Teaser