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Macht

Kurzdefinition

Macht bezeichnet die Fähigkeit von Personen oder Gruppen, das Verhalten anderer zu beeinflussen – auch gegen deren Willen.

Ausführliche Erklärung

Macht ist einer der zentralen Begriffe der Soziologie und der politischen Theorie. In ihrer grundlegendsten Form beschreibt Macht die Fähigkeit, Einfluss auf andere auszuüben oder durchzusetzen, was man will – auch gegen Widerstand. Machtverhältnisse durchziehen alle sozialen Beziehungen: in Familien, Organisationen, Staaten und globalen Ordnungen.

Der klassische Machtbegriff stammt von Max Weber, der Macht definierte als:

„jede Chance, innerhalb einer sozialen Beziehung den eigenen Willen auch gegen Widerstreben durchzusetzen, gleichviel worauf diese Chance beruht.“

Macht kann auf verschiedenen Grundlagen beruhen:

  • auf Zwang oder physischer Gewalt,

  • auf ökonomischer Ressourcenverteilung,

  • auf Wissen,

  • auf charismatischer Ausstrahlung,

  • oder auf Institutionen und Rollen (z. B. Polizeigewalt, Lehrerautorität).

Michel Foucault erweitert den Machtbegriff fundamental: Für ihn ist Macht nicht nur repressiv, sondern auch produktiv – sie erzeugt Wissen, Subjekte, Identitäten und gesellschaftliche Ordnungen. Macht wirkt laut Foucault diffus, dezentral und durchzieht alle gesellschaftlichen Felder. Auch symbolische Macht (Pierre Bourdieu) verweist auf subtile, kulturell verankerte Formen der Herrschaft, die nicht als solche erkannt werden müssen, um wirksam zu sein.

In der Kriminologie spielt Macht u. a. eine Rolle in der Analyse von:

  • Kriminalisierung

  • Überwachung und Kontrolle

  • Strafrecht und Polizei

  • sozialer Ungleichheit und gesellschaftlicher Ausschlüsse

Theoriebezug

  • Max Weber – Macht und Herrschaft

  • Michel Foucault – Dispositive der Macht, Biopolitik

  • Pierre Bourdieu – symbolische Macht, Habitus

  • Kritische Kriminologie, Marxismus, Poststrukturalismus

Verwandte Begriffe

  • Herrschaft
  • Überwachung
  • Rechtsstaatlichkeit
  • Soziale Kontrolle

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Über SozTheo

SozTheo ist eine Informations- und Ressourcensammlung, die sich an alle an Soziologie und Kriminologie interessierten Leserinnen und Leser richtet.

SozTheo wurde als private Seite von Prof. Dr. Christian Wickert, Dozent für die Fächer Soziologie und Kriminologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, erstellt. Die hier verfügbaren Beiträge und verlinkten Artikel spiegeln nicht die offizielle Meinung, Haltung oder Lehrpläne der HSPV NRW wider.

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Buch: Kriminologie und Musik

Buchcover: Wickert (2017) Kriminologie und Musik Wickert (2017) Kriminologie und Musik: Haft und Gefängnis in der englischsprachigen Populärmusik (1954 - 2013). Weinheim, Basel: Beltz.

Die Kriminologie hat Musik als Forschungsgegenstand bislang weitgehend vernachlässigt. Diese Lücke schließt die vorliegende Arbeit und legt ein theoretisches Fundament für eine ‚auditive Kriminologie‘, die Musik und Klang im Kontext der Darstellung, Kontrolle, Prävention und Bestrafung von Verbrechen betrachtet. Im Mittelpunkt der Betrachtung stehen zwischen 1954 und 2013 veröffentlichte Gefängnislieder, die – anknüpfend an das Konzept vom „Penal Spectator“ (Brown) – als Bestandteil eines Diskurses über strafrechtliche Sanktionspraxen analysiert werden.

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