Max Weber

Max Weber
Max Weber, 1894

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Max Weber gilt als einer der Begründer der modernen Soziologie und als zentrale Figur der klassischen Sozialtheorie neben Karl Marx und Émile Durkheim. Sein Werk zeichnet sich durch eine konsequent verstehende, handlungstheoretische Perspektive aus, die soziales Handeln über subjektive Sinnzuschreibungen erklärt.

Webers Analysen zu Herrschaft, Macht, Bürokratie, Rechtsordnungen und Rationalisierung haben die Soziologie, Politikwissenschaft, Rechtssoziologie und Kriminologie nachhaltig geprägt. Besonders einflussreich ist sein Konzept der legal-rationalen Herrschaft, das bis heute für das Verständnis moderner Staaten, Verwaltungen, Polizei und Justiz zentral ist.

Mit der Verbindung von Kultur-, Wirtschafts- und Religionssoziologie – etwa in der Analyse des Zusammenhangs von Protestantismus und Kapitalismus – schuf Weber einen theoretischen Rahmen, der strukturelle Bedingungen und individuelles Handeln systematisch miteinander verschränkt.

Schlüsselwerke

  • Die protestantische Ethik und der Geist des Kapitalismus (1904/05)
  • Wirtschaft und Gesellschaft (1921/22, posthum)
  • Gesammelte Aufsätze zur Wissenschaftslehre (1922)
  • Politik als Beruf (1919)
  • Wissenschaft als Beruf (1917)