Die Theorie der sozialen Desorganisation ist auch bekannt unter den Namen Social Ecology, Ökologischer Ansatz, Kriminalökologie, Area Approach, kulturelle Transmission. Soziale Raumtheorien gehen davon aus, dass Kriminalität nicht zufällig über den städtischen Raum verteilt ist. In bestimmten Stadtgebieten treten dauerhaft höhere Kriminalitätsraten auf als in anderen. Die Theorie der sozialen
Jugenddelinquenz
Subkulturtheorie (Cohen)
Die Subkulturtheorie von Albert K. Cohen erklärt Jugenddelinquenz als kollektive Reaktion auf soziale Statusprobleme und die daraus entstehende Statusfrustration. Cohen geht davon aus, dass sich Jugendliche – insbesondere Jungen aus benachteiligten sozialen Milieus – zu sogenannten delinquenten Subkulturen zusammenschließen, in denen eigene Wert- und Normsysteme entstehen. Innerhalb dieser Gruppen können Verhaltensweisen
Theorie der differentiellen Gelegenheiten (Cloward & Ohlin)
Die Theorie der differentiellen Gelegenheiten von Richard Cloward und Lloyd Ohlin verbindet Elemente der Anomie-, Lern- und Subkulturtheorien mit Überlegungen der sozialen Desorganisation. Ihre zentrale Erweiterung besteht in der Annahme, dass nicht nur legale, sondern auch illegale Gelegenheitsstrukturen sozial ungleich verteilt sind. Kriminelles Verhalten hängt daher nicht nur von Motivation
Bindungstheorie (Hirschi)
Travis Hirschi geht in seiner Bindungstheorie (auch bekannt als Social Bond Theory) davon aus, dass Menschen grundsätzlich zu abweichendem Verhalten neigen. Die Theorie gehört zu den klassischen Kontrolltheorien der Kriminologie und richtet den Blick nicht in erster Linie auf die Ursachen von Kriminalität, sondern auf die Bedingungen normkonformen Verhaltens. Kriminalität
Karrieremodell (Quensel)
Das Karrieremodell von Stephan Quensel beschreibt die Entwicklung kriminellen Verhaltens als mehrstufigen Eskalationsprozess. Kriminalität entsteht demnach nicht plötzlich, sondern im Verlauf einer sozialen Karriere, in der individuelles Verhalten, gesellschaftliche Reaktionen und staatliche Sanktionen miteinander interagieren. Im Zentrum steht die Beobachtung, dass kleine Anfangsdelikte durch negative soziale Reaktionen verstärkt werden können.
General Strain Theory (Agnew)
Die General Strain Theory von Robert Agnew geht davon aus, dass kriminelles Verhalten häufig aus belastenden Erfahrungen (strain) entsteht. Solche Belastungen können nach Agnew auf drei unterschiedlichen Faktoren beruhen: Das Scheitern, ein Ziel zu erreichen Die Existenz von schädlichen Impulsen und Das Entfernen von positiven Impulsen. Belastungen produzieren negative Emotionen
