Die Situational Crime Prevention (situative Kriminalprävention) ist ein kriminalpräventiver Ansatz, der darauf abzielt, Kriminalität durch Veränderungen konkreter Situationen zu reduzieren. Anstatt sich primär auf die Ursachen kriminellen Verhaltens zu konzentrieren, versucht dieser Ansatz, Tatgelegenheiten zu verringern oder Straftaten weniger attraktiv zu machen. Die theoretischen Grundlagen der Situational Crime Prevention liegen
Routine Activity Approach
Situational Action Theory (SAT) (Wikström)
Die Situational Action Theory (SAT) des schwedischen Kriminologen Per-Olof H. Wikström erklärt kriminelles Verhalten als Ergebnis eines Entscheidungsprozesses in konkreten sozialen Situationen. Kriminalität entsteht demnach, wenn Personen mit einer bestimmten kriminellen Neigung in Situationen geraten, in denen Regelverletzungen als mögliche Handlungsoption wahrgenommen werden. Im Zentrum der Theorie steht der sogenannte
Routine Activity Approach
Der Routine Activity Approach erklärt Kriminalität als Ergebnis bestimmter situativer Konstellationen. Nach diesem Ansatz entsteht eine Straftat dann, wenn drei Elemente gleichzeitig zusammentreffen: ein motivierter Täter, ein geeignetes Tatobjekt und das Fehlen eines wirksamen Schutzes. Der Routine Activity Approach gehört damit zu den situativen Kriminalitätstheorien. Im Zentrum steht nicht die
Abschreckungstheorien (deterrence theories)
Die Abschreckungstheorie geht davon aus, dass Strafen eine präventive Wirkung auf kriminelles Verhalten haben. Durch die Androhung und Vollstreckung von Sanktionen sollen sowohl tatsächliche als auch potenzielle Täter davon abgehalten werden, Straftaten zu begehen. Merkzettel Deterrence Theory Hauptvertreter: Cesare Beccaria, Jeremy Bentham, Franz von Liszt, Jack P. Gibbs, Alex R.
Rational Choice Theory
Die Rational Choice Theory in der Kriminologie erklärt Kriminalität als Ergebnis rationaler Kosten-Nutzen-Abwägungen. Eine Straftat wird wahrscheinlicher, wenn der erwartete Nutzen der Tat – etwa der Wert des Diebesguts – höher eingeschätzt wird als die möglichen Kosten, etwa das Entdeckungsrisiko, die Wahrscheinlichkeit einer Bestrafung oder das zu erwartende Strafmaß. Merkzettel
Klassische Kriminalitätstheorie
Die klassische Kriminalitätstheorie – auch als klassische Schule der Kriminologie bezeichnet – versteht kriminelles Handeln als Ergebnis freier und rationaler Entscheidungen der handelnden Individuen. Straftaten entstehen demnach dann, wenn der erwartete Nutzen einer Handlung größer erscheint als die zu erwartenden Kosten in Form von Strafen. Die zentralen Impulse dieser Perspektive
