• Zur Hauptnavigation springen
  • Zum Inhalt springen
  • Zur Seitenspalte springen
  • Zur Fußzeile springen

SozTheo

Sozialwissenschaftliche Theorien

  • Soziologie
    • Soziologische Theorien
    • Allgemeine Soziologie
    • Stadtsoziologie
    • Soziologie der Gewalt
    • Polizeigeschichte
    • Seminar: Polizei & Pop
    • Schlüsselwerke der Soziologie
  • Kriminologie
    • Schlüsselwerke der Kriminologie
  • Kriminalitätstheorien
    • Theorienfinder
    • Anomie-/ Druck-Theorien
    • Biologische Kriminalitätstheorien
    • Konflikttheorien
    • Karriere/ Entwicklung/ Lebenslauf
    • Kontrolle
    • Kultur/ Emotion/ Situation
    • Lernen/ Subkultur
    • Rational Choice
    • Sanktionierung
    • Soziale Desorganisation
  • Dossiers
    • Personenregister
    • Forschungsprojekt: Rap & Polizei
    • Cannabis: Artikelserie
    • Mode, Körper und Devianz
  • Empirische Sozialforschung
    • Forschungsdesign
    • Operationalisierung
    • Stichprobe (Sampling)
    • Quantitative Methoden
      • Standardisierte Befragungen
      • Experiment
    • Qualitative Methoden
      • Experteninterview
      • Beobachtung
      • Dokumentenanalyse
      • Inhaltsanalyse
      • Diskursanalyse
      • Grounded Theory
    • Qualitätskriterien für wissenschaftliches Arbeiten
  • Wissenschaftliches Arbeiten
    • Bachelorarbeit Thema finden
    • Systematische Literaturrecherche
    • Exposé schreiben
    • Hausarbeit schreiben
    • Wissenschaftliche Arbeit schreiben
    • APA-Stil zitieren
    • Checkliste wissenschaftliche Arbeit
  • Glossar
Sie befinden sich hier: Home / Kriminalitätstheorien / Rational Choice / Abschreckungstheorien (deterrence theories)

Abschreckungstheorien (deterrence theories)

Zuletzt aktualisiert: 1. Juni 2026 | Veröffentlicht: 3. Juni 2018 von Christian Wickert

Die Abschreckungstheorie geht davon aus, dass Strafen eine präventive Wirkung auf kriminelles Verhalten haben. Durch die Androhung und Vollstreckung von Sanktionen sollen sowohl tatsächliche als auch potenzielle Täter davon abgehalten werden, Straftaten zu begehen.

Inhaltsverzeichnis

Toggle
  • Merkzettel
    • Deterrence Theory
  • Die Abschreckungstheorie
    • Drei Bedingungen wirksamer Abschreckung
    • Kritische Würdigung / Aktualitätsbezug
  • Anwendungsbezug: Welche Kriminalität erklärt die Abschreckungstheorie?
    • Fallbeispiel
    • Interpretation mit der Abschreckungstheorie
    • Grenzen der Erklärung
  • Kriminalpolitische Implikationen
  • Literatur
    • Primärliteratur
  • Weiterführende Informationen

Merkzettel

Deterrence Theory

Hauptvertreter:
Cesare Beccaria,
Jeremy Bentham,
Franz von Liszt,
Jack P. Gibbs, Alex R. Piquero, Raymond Paternoster, M.C. Stafford, M. Warr, Stephan Tibbetts u. a.

Erstveröffentlichung: 1764 (Beccaria), Weiterentwicklungen ab 20. Jh.

Land: Italien, England, USA, Deutschland

Idee/ Annahme: Die Deterrence Theory basiert auf dem Prinzip der AbschreckungAbschreckung ist ein kriminalpolitisches Konzept, das darauf abzielt, potenzielle Straftäter durch die Androhung von Strafe davon abzuhalten, kriminelle Handlungen zu begehen.: Straftaten werden verhindert, wenn die zu erwartende Strafe ausreichend schwer, sicher und schnell ist, um den potenziellen Nutzen kriminellen Verhaltens zu übersteigen. Man unterscheidet dabei zwischen allgemeiner Abschreckung (Wirkung auf potenzielle Täter:innen) und spezieller Abschreckung (Wirkung auf bereits Bestrafte). Grundlage ist ein rationales Menschenbild, das von Nutzenmaximierung und Kostenvermeidung ausgeht.

Abgrenzung zu:
Im Gegensatz zu sozialpsychologischen oder strukturellen Theorien (z. B. Anomietheorie, Self-Control-Theorie) geht die Deterrence Theory nicht von sozialen Ursachen oder Persönlichkeitsdefiziten aus, sondern von einer bewussten, kalkulierenden Entscheidung. Gegenüber der Rational Choice Theory ist sie enger auf Sanktionen fokussiert, ohne komplexe Handlungsmodelle zu entwickeln.

Verwandte Theorien:
Klassische Kriminalitätstheorie,
Rational Choice Theory,
Situational Crime Prevention,
Routine Activity Approach

Die Abschreckungstheorie

Schädelbalken
Ein sog. Schädelbalken: Im 15./ 16. Jahrhundert wurden zur Abschreckung die Köpfe hingerichteter Piraten auf einen Balken genagelt und öffentlich sichtbar ausgestellt.
Quelle: Von Bullenwächter – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=20898787

Die Deterrence Theory (Abschreckungstheorie) basiert auf den klassischen und neoklassischen Annahmen eines freien und rational handelnden Individuums, welches nach utilitaristischem Prinzip nach Lustgewinn und Schmerzvermeidung (beziehungsweise nach rationalem Wahlhandlungsprinzip nach Nutzenmaximierung und Kostenreduzierung) strebt. Sofern kriminelle Handlungen diesem Streben entgegenkommen (wenn also durch KriminalitätKriminalität bezeichnet gesellschaftlich normierte Handlungen, die gegen das Strafgesetz verstoßen. die eigene Lust gesteigert werden kann), liegt es nahe, sie zu wählen. Ist die Handlung jedoch mit einer Strafe belegt, so ist es wahrscheinlich, dass die zu erwartenden Kosten gegenüber dem zu erwartenden Nutzen überwiegen. Entscheidend ist zudem, mit welcher Wahrscheinlichkeit und mit welcher zeitlichen Verzögerung die Sanktion auch tatsächlich auf die kriminelle Handlung erfolgt.

Die Abschreckungsthese besagt demnach, dass Menschen von kriminellen Handlungen abgehalten werden können, wenn angedrohte Strafen der delinquenten Handlung mit SicherheitSicherheit bezeichnet den gesellschaftlich hergestellten Zustand der Abwesenheit oder Beherrschbarkeit von Gefahren. und ohne zeitliche Verzögerung folgen und diese so schwer oder so hart sind, dass der zu erwartende Schmerz (Kosten) durch die Strafe größer ist als der zu erwartende Lustgewinn (Nutzen) durch die kriminelle Handlung.

Zu unterscheiden ist dabei zwischen der generellen Abschreckung (entspricht der negativen Generalprävention im deutschen Strafrecht) und der spezifischen Abschreckung (entspricht der negativen SpezialpräventionSpezialprävention bezeichnet ein strafrechtliches Konzept, das darauf abzielt, den Täter durch Bestrafung von weiteren Straftaten abzuhalten und seine Wiedereingliederung in die Gesellschaft zu fördern. im deutschen Strafrecht):

  • Erstere bewirkt das Unterlassen von kriminellen Handlungen durch die Allgemeinheit, also von potenziellen Tätern. Die öffentliche Sichtbarmachung der Sanktion ist daher äußerst entscheidend, damit die Allgemeinheit auch weiß, was „ihr blühen würde“ und daher delinquentes Verhalten unterlässt.
  • Die spezifische Abschreckung bezeichnet indes die Wirkung der Sanktion auf den Bestraften, welcher nun aus Angst vor erneuter StrafeStrafe ist eine soziale Reaktion auf normabweichendes Verhalten, bei der ein als negativ bewertetes Übel zugefügt wird – entweder informell durch soziale Gruppen oder formal durch staatliche Institutionen. von weiteren kriminellen Handlungen abgehalten wird. Von Liszt sieht diese Form der Bestrafung für den so genannten Gelegenheitsverbrecher vor, dem ein Denkzettel verpasst werden müsse, um ihm die Grenze zwischen Konformität und Kriminalität für die Zukunft zu verdeutlichen.

Drei Bedingungen wirksamer Abschreckung

In der klassischen Abschreckungstheorie wird die Wirksamkeit von Strafe häufig von drei Faktoren abhängig gemacht:

  • Gewissheit der Strafe (certainty): Je höher die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit, entdeckt und bestraft zu werden, desto stärker die abschreckende Wirkung.
  • Schwere der Strafe (severity): Härtere Strafen erhöhen die erwarteten Kosten kriminellen Handelns.
  • Schnelligkeit der Strafe (celerity): Eine möglichst unmittelbare Sanktion verstärkt die Verbindung zwischen Tat und Strafe.

Empirische Studien zeigen jedoch, dass insbesondere die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit der Entdeckung häufig stärker wirkt als die bloße Strafschwere.

Warum Strafhärte meist weniger wirkt als Entdeckungswahrscheinlichkeit

Ein zentrales Ergebnis der empirischen Abschreckungsforschung lautet, dass nicht in erster Linie die Schwere einer Strafe abschreckend wirkt, sondern vor allem die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit, entdeckt und bestraft zu werden. Potenzielle Täter orientieren sich häufig daran, wie wahrscheinlich es ist, bei einer Straftat tatsächlich erwischt zu werden. Ist das Entdeckungsrisiko gering, verlieren selbst sehr harte Strafen einen großen Teil ihrer abschreckenden Wirkung.

Ein häufig diskutiertes Beispiel ist die TodesstrafeDie Todesstrafe ist die staatlich angeordnete Tötung einer Person als Strafe für bestimmte Vergehen oder Verbrechen.. Zahlreiche Studien haben untersucht, ob besonders harte Sanktionen zu einer Verringerung von Tötungsdelikten führen. Eine umfassende Analyse des National Research Council (2012) kommt jedoch zu dem Ergebnis, dass die vorhandenen Studien keinen verlässlichen Nachweis für eine abschreckende Wirkung der Todesstrafe liefern.

Hinzu kommt ein grundlegendes Problem der Abschreckungslogik: Viele Straftaten entstehen nicht aus rationalen Kosten-Nutzen-Kalkülen. Gewaltdelikte etwa entstehen häufig in emotional aufgeladenen Situationen – etwa in Konflikten, unter Alkoholeinfluss oder in spontanen Affekthandlungen. In solchen Momenten spielen mögliche Strafandrohungen für das Handeln der Beteiligten kaum eine RolleEine soziale Rolle bezeichnet das Bündel normativer Erwartungen, das an das Verhalten einer Person in einer bestimmten sozialen Position geknüpft ist..

Viele kriminologische Untersuchungen deuten daher darauf hin, dass insbesondere die wahrgenommene Wahrscheinlichkeit der Entdeckung (certainty of punishment) stärker abschreckend wirkt als die bloße Strafhärte.

Kritische Würdigung / Aktualitätsbezug

In der KriminalpolitikStrategien und Maßnahmen staatlicher Institutionen zur Aufrechterhaltung sozialer Ordnung und zur Reaktion auf regelwidriges Verhalten. wird seit vielen Jahren die abschreckende Wirkung von Sanktionen diskutiert. In den USA, wo sich die Deterrence Theories einer großen Anhängerschaft erfreuen, ist mit der Todesstrafe eine vergleichsweise extreme Form des Abschreckungsgedankens Realität. Fragwürdig ist, ob der Durchführung von strafrechtlichen Exekutionen tatsächlich der Abschreckungsgedanke zugrunde liegt, oder ob hier nicht Konzepte wie ‚just deserts‘, ‚retribution‘ (Vergeltung) oder ‚incapacitation‘ (Unschädlichmachung) die eigentliche Begründung liefern.
Selbst die Annahme, die Verhängung von Todesstrafen wirke abschreckend, ist in den letzten Jahren vielfach untersucht und häufig empirisch widerlegt worden. Allerdings gibt es auch Studien, die die abschreckende Wirkung der Todesstrafe belegen.
Insgesamt erscheint es jedoch zweifelhaft, ob Abschreckung in der von klassischen Theorien angenommenen Form funktioniert. So mehren sich auch bezüglich der Videoüberwachung Stimmen, die eine abschreckende Wirkung von Kameras leugnen und vielmehr von einer räumlichen Kriminalitätsverlagerung in Verbindung mit der Verringerung subjektiver KriminalitätsfurchtDie individuelle und gesellschaftliche Angst vor kriminellen Handlungen. sprechen.

Anwendungsbezug: Welche Kriminalität erklärt die Abschreckungstheorie?

Besonders geeignet für:
Verkehrsdelikte, SteuerhinterziehungSteuerhinterziehung bezeichnet die vorsätzliche Verkürzung von Steuern durch falsche oder unvollständige Angaben gegenüber den Finanzbehörden., Ladendiebstahl, Schwarzfahren sowie andere Delikte, bei denen die Wahrscheinlichkeit und Schwere einer Bestrafung die Tatentscheidung beeinflussen können.

Fallbeispiel

Der 20-jährige S. fährt regelmäßig ohne Fahrschein mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Nachdem die Verkehrsbetriebe ihre Kontrollen deutlich verstärken und höhere Bußgelder ankündigen, kauft S. wieder regelmäßig Fahrkarten. Er befürchtet, dass die möglichen Kosten einer Entdeckung inzwischen höher sind als die eingesparten Ticketpreise.

Interpretation mit der Abschreckungstheorie

Die Abschreckungstheorie geht davon aus, dass Menschen Straftaten eher unterlassen, wenn sie eine Bestrafung als wahrscheinlich, schnell und ausreichend schwer wahrnehmen. Entscheidend ist dabei nicht die objektive Strafandrohung, sondern die subjektive Einschätzung der Risiken.

Im vorliegenden Fall verändert sich nicht die Persönlichkeit von S. und auch seine finanzielle Situation bleibt unverändert. Ausschlaggebend ist vielmehr die gestiegene Wahrnehmung des Entdeckungsrisikos. Die erhöhte KontrolldichteBeschreibt die Häufigkeit und Intensität polizeilicher Kontrollen in einem bestimmten Raum oder bei bestimmten Delikten. führt dazu, dass die erwarteten Kosten des Schwarzfahrens die möglichen Vorteile übersteigen. Aus Sicht der Abschreckungstheorie sinkt dadurch die Wahrscheinlichkeit weiterer Regelverstöße.

Grenzen der Erklärung

Die Abschreckungstheorie erklärt besonders überzeugend Delikte, bei denen Täter bewusst Risiken und Konsequenzen berücksichtigen. Sie eignet sich daher insbesondere zur Analyse von Verkehrsdelikten, Steuervergehen, Ladendiebstahl oder anderen Formen kalkulierbarer Kriminalität.

Weniger überzeugend erklärt die Theorie spontane Gewalttaten, Affektdelikte oder Straftaten unter AlkoholEine psychoaktive Substanz, die als Genussmittel konsumiert wird und durch ihre berauschende Wirkung bekannt ist. Chemisch handelt es sich um Ethanol (C₂H₅OH).- und Drogeneinfluss, bei denen mögliche Sanktionen häufig kaum berücksichtigt werden. Ebenso bleiben soziale Ungleichheiten, Lernprozesse und moralische Überzeugungen weitgehend unberücksichtigt. Solche Faktoren werden stärker von der Anomietheorie, den Lerntheorien oder den Kontrolltheorien thematisiert. Die Rational Choice Theory liefert zudem den theoretischen Rahmen, in den Abschreckungsüberlegungen eingebettet werden können.

Kriminalpolitische Implikationen

Offensichtlich besteht nach Meinung der Abschreckungstheoretiker die Forderung, auf Kriminalität immer und ohne zeitliche Verzögerung in der Schwere zu reagieren, sodass es irrational wird, kriminell zu handeln.
Zu bedenken ist dabei jedoch, dass nicht die tatsächlichen Strafen abschreckend wirken, sondern die Strafen, die von den Menschen erwartet werden (perceived deterrence), welche wiederum von den eigentlich durchgeführten Sanktionen und deren medialer Berichterstattung beeinflusst werden.
Außerdem beziehen sich Abschreckungstheorien nicht nur auf strafrechtliche Sanktionen, sondern zeigen sich auch in anderen politisch präventiven Konzepten wie Videoüberwachung und Personenkontrollen. Im Vordergrund steht hier also weniger die Antizipation einer harten Strafe als vielmehr das erhöhte Entdeckungsrisiko, ein Teil einer Situational Crime Prevention.

Literatur

Primärliteratur

  • Beccaria, C. (1766): Über Verbrechen und Strafen. Hrsg. von Wilhelm Alff. Frankfurt am Main, 1988.
  • von Liszt, F. (1882/83): Der Zweckgedanke im Strafrecht. Frankfurt am Main, 1943.
  • National Research Council (2012): Deterrence and the Death Penalty. Committee on Deterrence and the Death Penalty. Washington, DC: National Academies Press.
  • Paternoster, R.; Piquero, A. (1995): Reconceptualizing Deterrence: An empirical test of personal and vicarious experiences. In: Journal of Research in Crime and Delinquency 32, S. 251-258.
  • Piquero, A.; Tibbetts, S. (1996): Specifying the direct and indirect effect of low self-control and situational factors in offenders’ decision. In: Justice Quarterly 13, S.481-510
  • Stafford, M. C.; Warr, M. (1993): A reconceptualization of general and specific deterrence. In: Journal of Research in Crime and Delinquency 30, S.123-135.

Weiterführende Informationen

  • Piquero, A.; Pogarsky, G. (2002): Beyond Stafford and Warr’s Reconceptualization of Deterrence: Personal and Vicarious Experiences, Impulsivity, and Offending Behavior. Journal of Research in Crime and Delinquency, Vol. 39, No. 2, 153-186.
  • Auflistung von Spielfilmen, die sich thematisch mit der Todesstrafe befassen (Wikipedia)

Teile diesen Beitrag
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 

Verwandte Beiträge:

  • Cesare_Beccaria_neu
    Klassische Kriminalitätstheorie
  • Hund beobachtet aus einem Fenster – Sinnbild für informelle soziale Kontrolle und soziale Beobachtung im Alltag
    Sanktionen und soziale Kontrolle: Formen, Funktionen…
  • Lawrence Sherman, 2023
    Defiance Theory (Sherman)
  • Cesare_Beccaria_neu
    Was ist Kriminologie?

Kategorie: Kriminalitätstheorien Tags: Abschreckungstheorie, certainty severity celerity, Cesare Beccaria, Deterrence Theory, Franz von Liszt, Generalprävention, Jeremy Bentham, Kriminalitätstheorien, Rational Choice Theory, Routine Activity Approach, Situational Crime Prevention, Spezialprävention, Strafrechtstheorie, Todesstrafe Abschreckung

Seitenspalte

Lektionen

  • Klassische Kriminalitätstheorie
    Cesare Beccaria
  • Rational Choice Theory
    Derek B. Cornish & Ronald V. Clarke
  • Abschreckungstheorien
    Neoklassische Kriminologie
  • Routine Activity Approach
    Lawrence E. Cohen & Marcus Felson
  • Situational Crime Prevention
    Ronald V. Clarke
  • Crime Pattern Theory
    Brantingham & Brantingham
  • Situational Action Theory (SAT)
    Per-Olof H. Wikström
  • Quiz zu Rational Choice Theorien
    Interaktives Lernmodul

Übungsaufgaben

Klassische Schule der Kriminologie

  1. Was waren die zentralen kriminalpolitischen Forderungen von Cesare Beccaria?
  2. Was ist Benthams Panopticon im Unterschied zu herkömmlichen Gefängnissen?
  3. Aus was resultiert nach Beccaria und Co. Kriminalität?
  4. Wieso bezeichnet man die Klassische Kriminologie als „tatorientiert“ und was ist der entscheidende Unterschied zu ätiologischen Theorien der Kriminologie?
  5. Wie stark oder wie schwach ist die Orientierung des aktuell geltenden Strafrechts an der klassischen Schule im Vergleich zur Orientierung an der positivistisch-ätiologischen Schule?

Rational Choice

  1. Was sind die Grundannahmen des ökonomischen Ansatzes der rationalen Wahlhandlung und was ist unter dem Begriff „rationaler Akteur“ zu verstehen?
  2. Was ist – übertragen auf kriminelle Handlungen – unter Nutzen und Kosten einer Handlung zu verstehen bzw. welche Beispiele sind hier vorstellbar?
  3. Wo liegt die Verbindung zwischen der Klassischen Kriminalitätstheorie und der Theorie der rationalen Wahlhandlung?
  4. Was ist gemeint, wenn von einer Erweiterung des rational-choice-Ansatzes um soziale und psychologische Faktoren die Rede ist?
  5. Wieso ist der Erklärungsgehalt dieser erweiterten Fassung der rational choice theory sehr gering oder gar gleich null?

Abschreckungstheorien

  1. Was ist der Unterschied zwischen genereller und spezifischer Abschreckung?
  2. Auf welchen Theorien und Theoretikern basieren die Abschreckungstheorien?
  3. Was sind mögliche Folgen von Videoüberwachungen gut besuchter Orte?
  4. Welche Untersuchungen sowohl für als auch gegen die Annahme abschreckender Wirkungen von Todesstrafen lassen sich finden?
  5. Was verbirgt sich hinter den zur Abschreckung alternativen Konzepten „just deserts“, „retribution“ und „incapacitation“?

Routine Activity Approach

  1. Was sind die drei Elemente des routine activity approach und welche Beispiele lassen sich jeweils für sie finden?
  2. Was unterscheidet die situational crime prevention von anderen kriminalpolitischen Programmen?
  3. Was sind natürliche Strategien der situationalen Kriminalprävention?
  4. Welche Prozesse verbergen sich unter dem Sammelbegriff „Deliktsverlagerung“?
  5. Was sind die gemeinsamen theoretischen Stärken und Schwächen aller (neo-) klassischen Ansätze und worin liegen demnach die Grenzen abschreckender und situationaler Kriminalprävention?

Footer

Über SozTheo

SozTheo ist eine Informations- und Ressourcensammlung, die sich an alle an Soziologie und Kriminologie interessierten Leserinnen und Leser richtet.

SozTheo wurde als private Seite von Prof. Dr. Christian Wickert, Dozent für die Fächer Soziologie und Kriminologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, erstellt. Die hier verfügbaren Beiträge und verlinkten Artikel spiegeln nicht die offizielle Meinung, Haltung oder Lehrpläne der HSPV NRW wider.

Impressum & Kontakt

  • Impressum & Datenschutz
  • Sitemap
  • zurück zur Startseite

Partnerseiten

Criminologia – Kriminologie-Blog

Krimpedia

Looking for the English version? Visit soztheo.com

Spread the word


Teile diesen Beitrag
  • teilen 
  • teilen 
  • teilen 
  • E-Mail 

Social Media

Besuche SozTheo auf Facebook

Besuche SozTheo auf Instagram

© 2026 · SozTheo · Admin