Kids (1995)
Film- / Serienprofil
- Originaltitel: Kids
- Deutscher Titel: Kids
- Erscheinungsjahr: 1995
- Land: USA
- Regie / Creator / Showrunner: Larry Clark
- Medium: Spielfilm
- Laufzeit / Umfang: 91 Minuten
- Schwerpunkte: Jugend, Devianz und Subkultur, Kriminalitätstheorien im Film
Kriminologische Relevanz
Kids zählt zu den eindringlichsten Filmen über Jugenddelinquenz, Risikoverhalten und Sozialisation. Obwohl die Jugendlichen unter ähnlichen sozialen Bedingungen aufwachsen und denselben Peer Groups angehören, entwickeln sie sehr unterschiedliche Verhaltensweisen und Lebensperspektiven. Gerade diese Unterschiede machen den Film zu einem geeigneten Beispiel für entwicklungsorientierte Kriminalitätstheorien.
Besonders gut lässt sich Kids mit Terrie Moffitts Developmental Taxonomy verbinden. Der Film verdeutlicht, dass nicht alle Jugendlichen mit normverletzendem Verhalten denselben Entwicklungsverlauf nehmen. Während einige riskantes Verhalten vor allem als vorübergehende jugendtypische Grenzüberschreitung zeigen, weisen andere deutlich stabilere Muster von Impulsivität, Aggression und Regelverletzung auf.
Darüber hinaus thematisiert Kids den Einfluss von Peer Groups, Gruppendruck, Drogenkonsum und sexuellen Risikoverhalten. Damit eröffnet der Film zahlreiche Anknüpfungspunkte für Lern- und Subkulturtheorien sowie für entwicklungsbezogene Ansätze der Kriminologie.