Kids (1995)

Eine Gruppe Jugendlicher verbringt einen Sommertag in New York zwischen Skateparks, Partys, Alkohol, Drogen und riskantem Sexualverhalten. Der Film zeichnet ein schonungsloses Bild jugendlicher Orientierungssuche, Gruppendynamiken und individueller Lebenswege.

Film- / Serienprofil

Kriminologische Relevanz

Kids zählt zu den eindringlichsten Filmen über Jugenddelinquenz, Risikoverhalten und Sozialisation. Obwohl die Jugendlichen unter ähnlichen sozialen Bedingungen aufwachsen und denselben Peer Groups angehören, entwickeln sie sehr unterschiedliche Verhaltensweisen und Lebensperspektiven. Gerade diese Unterschiede machen den Film zu einem geeigneten Beispiel für entwicklungsorientierte Kriminalitätstheorien.

Besonders gut lässt sich Kids mit Terrie Moffitts Developmental Taxonomy verbinden. Der Film verdeutlicht, dass nicht alle Jugendlichen mit normverletzendem Verhalten denselben Entwicklungsverlauf nehmen. Während einige riskantes Verhalten vor allem als vorübergehende jugendtypische Grenzüberschreitung zeigen, weisen andere deutlich stabilere Muster von Impulsivität, Aggression und Regelverletzung auf.

Darüber hinaus thematisiert Kids den Einfluss von Peer Groups, Gruppendruck, Drogenkonsum und sexuellen Risikoverhalten. Damit eröffnet der Film zahlreiche Anknüpfungspunkte für Lern- und Subkulturtheorien sowie für entwicklungsbezogene Ansätze der Kriminologie.

Kriminologische Einordnung

Trailer / Teaser