Systemsprenger
Film- / Serienprofil
- Originaltitel: Systemsprenger
- Deutscher Titel: Systemsprenger
- Erscheinungsjahr: 2019
- Land: Deutschland
- Regie / Creator / Showrunner: Nora Fingscheidt
- Medium: Film
- Laufzeit / Umfang: 125
- Schwerpunkte: Jugend, Devianz und Subkultur
Externe Informationen
Kriminologische Relevanz
Systemsprenger gehört zu den eindrucksvollsten deutschen Sozialdramen der letzten Jahre und bietet zahlreiche Anknüpfungspunkte für Kriminologie und Soziologie.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie moderne Gesellschaften mit Kindern und Jugendlichen umgehen, die sich den Erwartungen zentraler Institutionen entziehen. Der Film zeigt die Grenzen von Jugendhilfe, Schule, Psychiatrie und sozialpädagogischen Einrichtungen und verdeutlicht, wie institutionelle Zuständigkeiten zu einem Kreislauf aus Weitervermittlung und Ausschluss führen können.
Kriminologisch relevant ist insbesondere die Nähe zu Themen wie:
- Devianz und soziale Kontrolle
- Stigmatisierung
- Labeling-Prozesse
- Exklusion und institutioneller Ausschluss
- Jugenddelinquenz und Risikokarrieren
- Kindeswohl und Jugendhilfe
- Gewalt im Nahraum
- Traumatisierung und soziale Desintegration
Der Film macht deutlich, dass problematisches Verhalten nicht isoliert betrachtet werden kann, sondern in engem Zusammenhang mit familiären Belastungen, Traumata und institutionellen Reaktionen steht.
Kriminologische Einordnung
Kriminalitätstheorien
Bindungstheorie (Hirschi)
Soziale Desorganisation (Shaw & McKay)