Keith J. Hayward
Personenprofil
- Name: Keith J. Hayward
- Land: Vereinigtes Königreich
- Disziplin(en): Cultural Criminology, Kriminologie, Mediensoziologie, Urban Studies
- Themen: Kultur, Symbolismus, Medienkriminalität, Moralunternehmer, Urbanisierung, Soziale Kontrolle, Macht, Überwachung, Exklusion, Soziale Ungleichheit, Devianz, Sekundäre Devianz, Kriminalisierung, Emotionen, Subkultur
Weitere Informationen
Keith J. Hayward ist einer der zentralen Theoretiker der Cultural Criminology und verbindet kultursoziologische, stadtsoziologische und medienanalytische Perspektiven. Er lehrte unter anderem an der University of Kent und der Universität Kopenhagen. Haywards Forschung untersucht die ästhetischen, symbolischen und affektiven Dimensionen des Kriminellen sowie die Rolle urbaner Räume, Konsumkulturen und visueller Medien bei der Konstruktion von Devianz und Kontrolle.
Er gehört – gemeinsam mit Jeff Ferrell und Jock Young – zum Kerntrio der Cultural Criminology, das seit den frühen 2000er-Jahren die Kriminologie theoretisch und methodisch stark geprägt hat.
Hayward argumentiert, dass Kriminalität und Kontrolle zutiefst kulturelle Phänomene sind – geprägt von Symbolen, Bildern, Stilen und Affekten. Er entwickelte das Konzept der crime-consumption nexus, das zeigt, wie Konsumkultur, Werbung und Markenästhetik eng mit kriminellen Praktiken verwoben sein können.
In seinem Schlüsselwerk City Limits analysiert er die Stadt als Arena ästhetischer Auseinandersetzungen: Orte, Bewegungen, Architektur und visuelle Reize formen Wahrnehmung und Verhalten. Hayward integriert Ansätze der visuellen Kriminologie und zeigt, wie mediale Repräsentationen, Urbanität und Kontrolle zusammenwirken. Seine Arbeiten beeinflussen Forschung zu Gentrifizierung, Überwachung, Subkultur, Emotionen, polizeilichen Interaktionen und der Ästhetisierung des Kriminellen.
Schlüsselwerke
- City Limits: Crime, Consumer Culture and the Urban Experience (2004)
- Cultural Criminology (mit Jeff Ferrell & Jock Young, 2008)
- Fifty Key Thinkers in Criminology (Hg., 2009)
- Framing crime: Cultural criminology and the image (Hg., 2010)
- Infantilised: How Our Culture Killed Adulthood (2025)
- Theoretical Criminology – zahlreiche Beiträge zur visuellen Kriminologie, Urbanität, Konsumkultur und Devianz