Spring Breakers (2012)

Spring Breakers begleitet vier Studentinnen, die ihren Spring Break in Florida verbringen möchten, sich die Reise jedoch nicht leisten können. Um ihren Traum zu verwirklichen, begehen sie einen bewaffneten Raubüberfall und geraten anschließend in die Welt eines exzentrischen Gangsters. Regisseur Harmony Korine verbindet Kriminalfilm, Satire und Gesellschaftskritik zu einem stilistisch außergewöhnlichen Porträt einer hedonistischen Konsum- und Jugendkultur.

Film- / Serienprofil

Kriminologische Relevanz

Spring Breakers verbindet Jugendkultur, Konsumorientierung und Kriminalität auf ungewöhnliche Weise. Der Film zeigt, wie der Wunsch nach unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung, Abenteuer und sozialem Status moralische Grenzen zunehmend in den Hintergrund treten lässt. Straftaten erscheinen dabei nicht als Ergebnis langfristiger Planung oder sozialer Benachteiligung, sondern als spontane Mittel zur Erreichung kurzfristiger Ziele. Gleichzeitig inszeniert der Film Gewalt und Kriminalität als Teil einer konsumorientierten Erlebniswelt, in der Risiko, Identität und Selbstinszenierung eng miteinander verknüpft sind.

Dadurch eignet sich Spring Breakers besonders zur Veranschaulichung der General Theory of Crime von Michael R. Gottfredson und Travis Hirschi. Die Theorie erklärt Kriminalität vor allem durch geringe Selbstkontrolle, die sich in Impulsivität, Risikobereitschaft, Kurzsichtigkeit und einer Orientierung an unmittelbarer Bedürfnisbefriedigung äußert. Genau diese Merkmale prägen das Verhalten der Protagonistinnen und machen den Film zu einem eindrucksvollen Beispiel für selbstkontrolltheoretische Erklärungsansätze.

Bildquelle: Jamie Beverly aus St. Petersburg, Florida, USA, CC BY-SA 2.0 , via Wikimedia Commons

Kriminologische Einordnung

Trailer / Teaser