Paul J. Brantingham
Personenprofil
- Name: Paul J. Brantingham
- Geburtsjahr: 1945
- Land: Kanada
- Disziplin(en): Kriminologie, Präventionsforschung, Soziologie, Stadtsoziologie
- Themen: Hotspot, Routine Activity Theory, Situational Crime Prevention, Stadtsoziologie, Segregation, Kriminalitätsfurcht, Angstraum, Predictive Profiling, CCTV, Städtebauliche Kriminalprävention, Environmental Criminology, Crime Mapping
Weitere Informationen
Paul J. Brantingham ist ein kanadischer Kriminologe und emeritierter Professor an der Simon Fraser University in Vancouver. Er studierte Soziologie und Kriminologie und entwickelte gemeinsam mit Patricia L. Brantingham einen der einflussreichsten Ansätze der modernen Umweltkriminologie. Ihre Crime Pattern Theory erklärt, wie räumliche Strukturen und alltägliche Bewegungsmuster Tatgelegenheiten erzeugen. Brantingham beschäftigte sich darüber hinaus intensiv mit räumlicher Kriminalanalyse, Crime Mapping und der Anwendung kriminologischer Erkenntnisse in der Polizeiarbeit.
Paul J. Brantingham zählt zu den wichtigsten Vertretern der Environmental Criminology. Mit der Crime Pattern Theory trug er entscheidend dazu bei, räumliche Muster von Kriminalität zu erklären. Die von ihm entwickelten Konzepte der „Nodes“, „Paths“ und „Edges“ beschreiben, wie sich alltägliche Bewegungsroutinen von Menschen mit Tatgelegenheiten überschneiden. Seine Arbeiten haben die Entwicklung von Crime Mapping, kriminologischer Regionalanalyse und situativer Kriminalprävention maßgeblich beeinflusst.
Schlüsselwerke
- Brantingham, Paul J.; Brantingham, Patricia L. (1981): Environmental Criminology. Beverly Hills: Sage.
- Brantingham, Paul J.; Brantingham, Patricia L. (1993): Nodes, Paths and Edges: Considerations on the Complexity of Crime and the Physical Environment.
- Brantingham, Paul J.; Brantingham, Patricia L. (2008): Crime Pattern Theory. In: Environmental Criminology and Crime Analysis.