Babylon Berlin (2017–)

Babylon Berlin spielt im Berlin der späten Weimarer Republik. Während Kriminalkommissar Gereon Rath komplexe Mord- und Korruptionsfälle untersucht, geraten organisierte Kriminalität, politische Extremisten, Militärs und staatliche Institutionen zunehmend miteinander in Konflikt. Die Serie zeichnet ein vielschichtiges Bild einer Gesellschaft zwischen kultureller Blüte, sozialer Krise und dem heraufziehenden Ende der Demokratie.

Film- / Serienprofil

  • Originaltitel: Babylon Berlin
  • Deutscher Titel: Babylon Berlin
  • Erscheinungsjahr: 2017–
  • Land: Deutschland
  • Regie / Creator / Showrunner: Tom Tykwer, Achim von Borries, Hendrik Handloegten
  • Medium: Serie
  • Laufzeit / Umfang: 4 Staffeln, 48 Episoden
  • Schwerpunkte: Krieg, Staat und politische Gewalt, Polizei und Ermittlungen

Kriminologische Relevanz

Babylon Berlin verbindet klassische Kriminalfälle mit den politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen der späten Weimarer Republik. Die Serie zeigt eindrucksvoll, wie wirtschaftliche Krisen, politische Radikalisierung, Korruption und organisierte Kriminalität staatliche Institutionen unter Druck setzen und das Vertrauen in die bestehende Ordnung untergraben. Polizei, Justiz, Militär, Unterwelt und politische Akteure agieren dabei nicht als klar voneinander getrennte Sphären, sondern sind vielfältig miteinander verflochten.

Aus kriminologischer Sicht eignet sich die Serie besonders zur Veranschaulichung von Durkheims Anomiebegriff. Die Weimarer Republik erscheint als Gesellschaft im Übergang, deren traditionelle Normen und Integrationsmechanismen zunehmend an Bindungskraft verlieren. Zugleich bietet Babylon Berlin zahlreiche Anknüpfungspunkte für die Auseinandersetzung mit politischer Kriminalität, Korruption, organisierter Kriminalität sowie der Geschichte der Polizei in Deutschland.

Kriminologische Einordnung

Trailer / Teaser