Reefer Madness
Film- / Serienprofil
- Originaltitel: Reefer Madness
- Deutscher Titel: Reefer Madness
- Erscheinungsjahr: 1936
- Land: USA
- Regie / Creator / Showrunner: Louis J. Gasnier
- Medium: Film
- Laufzeit / Umfang: 68 Minuten
- Schwerpunkte: Drogen und organisierte Kriminalität, Kriminalitätstheorien im Film, Überwachung und Kontrolle
Externe Informationen
Kriminologische Relevanz
Reefer Madness bietet einen einzigartigen Einblick in die Entstehung gesellschaftlicher Kriminalitätsbilder. Der Film zeigt weniger die Wirkungen von Cannabis als vielmehr die Mechanismen moralischer Paniken, politischer Kampagnen und medialer Kriminalisierung.
Aus heutiger Perspektive dokumentiert der Film, wie soziale Probleme konstruiert und bestimmte Bevölkerungsgruppen als Bedrohung dargestellt werden können. Die Darstellung von Cannabis als unmittelbare Ursache von Wahnsinn, Gewalt und Verbrechen spiegelt die kriminalpolitischen Debatten der 1930er Jahre wider und steht in engem Zusammenhang mit den Aktivitäten von Harry Anslinger und der frühen amerikanischen Drogenprohibition.
Kriminologisch relevant sind insbesondere:
- Drogenprohibition
- Moral Panic
- Kriminalisierung
- Medien und Kriminalität
- Konstruktion sozialer Probleme
- Devianz und soziale Kontrolle
- Generalprävention
- Abschreckung
- Politische Kriminalitätsdiskurse
- Drogenpolitik
Der Film verdeutlicht, wie stark gesellschaftliche Vorstellungen von Kriminalität durch politische Interessen, Medienberichte und kulturelle Narrative geprägt werden können.
Kriminologische Einordnung
Kriminalitätstheorien
Outsiders (Becker)
Cultural Criminology
Schlüsselwerke
Stanley Cohen – Folk Devils and Moral Panics (1972)
Instanzenforschung/ Kritische Kriminologie
Cannabis: Kultur, Konsum, Kontrolle