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Diebstahlsdelikte

Kurzdefinition

Diebstahlsdelikte umfassen Straftaten, bei denen fremde bewegliche Sachen in der Absicht weggenommen werden, sie sich oder Dritten rechtswidrig zuzueignen. Sie bilden eine der größten Deliktsgruppen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS).

Ausführliche Erklärung

Diebstahlsdelikte umfassen Straftaten, bei denen fremde bewegliche Sachen weggenommen werden, um sie sich oder Dritten rechtswidrig zuzueignen. Sie bilden eine eigenständige Hauptgruppe der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) und zählen seit Jahrzehnten zu den häufigsten registrierten Straftaten in Deutschland.

Einordnung in die Polizeiliche Kriminalstatistik (PKS)Dieser Begriff gehört zu den Hauptgruppen der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), mit denen polizeilich registrierte Straftaten bundesweit einheitlich erfasst und statistisch ausgewertet werden.

  • Straftaten gegen das Leben
  • Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung
  • Rohheitsdelikte
  • Diebstahlsdelikte
  • Vermögens- und Fälschungsdelikte

Zu den Diebstahlsdelikten zählen unter anderem einfacher und besonders schwerer Diebstahl, Wohnungseinbruchdiebstahl, Ladendiebstahl, Taschendiebstahl, Kraftfahrzeugdiebstahl sowie der Diebstahl von Fahrrädern. Gemeinsam ist diesen Delikten, dass fremdes Eigentum ohne Einverständnis des Berechtigten entzogen wird. Raub zählt hingegen nicht zu den Diebstahlsdelikten, da hierbei Gewalt oder die Androhung von Gewalt gegen Personen eingesetzt wird.

Diebstahlsdelikte machen einen erheblichen Anteil der in der PKS registrierten Kriminalität aus. Ihre Entwicklung wird jedoch stark durch technische, gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen beeinflusst. So haben verbesserte Sicherungstechniken, elektronische Warensicherung oder moderne Fahrzeugtechnik in einigen Bereichen zu rückläufigen Fallzahlen geführt, während andere Erscheinungsformen – etwa der organisierte Ladendiebstahl – weiterhin erhebliche wirtschaftliche Schäden verursachen.

Aus kriminologischer Sicht spielen bei Diebstahlsdelikten insbesondere Gelegenheitsstrukturen, Tatgelegenheiten und Präventionsmaßnahmen eine wichtige Rolle. Situative Ansätze wie die Routine Activity Theory oder die Situational Crime Prevention erklären Eigentumsdelikte vor allem durch das Zusammentreffen geeigneter Tatgelegenheiten, attraktiver Tatobjekte und fehlender Schutzmaßnahmen.

Der Begriff steht in engem Zusammenhang mit Eigentum, Raub, Wohnungseinbruch, CPTED, Routine Activity Theory und Situational Crime Prevention.

Theoriebezug

Diebstahlsdelikte gehören zu den klassischen Untersuchungsfeldern situativer Kriminalitätstheorien. Besonders die Routine Activity Theory, die Situational Crime Prevention sowie der Rational-Choice-Ansatz erklären Eigentumsdelikte durch das Zusammenwirken von Tatgelegenheiten, Kosten-Nutzen-Abwägungen und fehlender sozialer Kontrolle.

Verwandte Begriffe

CPTED Routine Activity Theory Situational Crime Prevention

Weiterführende Beiträge

Unbeaufsichtigtes Fahrrad als Beispiel für eine Tatgelegenheit im Routine Activity Approach.

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Verwandte Filme und Serien

Die folgenden Filme, Serien und Dokumentationen greifen zentrale Aspekte dieses Begriffs auf und veranschaulichen sie anhand konkreter Beispiele. Sie eignen sich als anschauliche Ergänzung zu den wissenschaftlichen Erläuterungen.

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Prof. Dr. Christian Wickert
Soziologe & Kriminologe an der HSPV NRW. Betreiber von SozTheo.de und SozTheo.com. Verfasser dieses Beitrags.

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