Unbelievable

Eine junge Frau zeigt eine Vergewaltigung an, widerruft ihre Aussage jedoch unter dem Druck ihres Umfelds und der Ermittlungsbehörden. Jahre später erkennen zwei Ermittlerinnen in einem anderen Bundesstaat Zusammenhänge zu einer Serie ähnlicher Taten. Die auf einem realen Fall basierende Miniserie thematisiert die Folgen sekundärer Viktimisierung, institutionelle Fehler und die Schwierigkeiten bei der Aufklärung von Sexualdelikten.

Film- / Serienprofil

  • Originaltitel: Unbelievable
  • Deutscher Titel: Unbelievable
  • Erscheinungsjahr: 2019
  • Land: USA
  • Regie / Creator / Showrunner: Lisa Cholodenko, Michael Dinner, Susannah Grant
  • Medium: Serie
  • Laufzeit / Umfang: 8 Folgen
  • Schwerpunkte: Polizei und Ermittlungen

Kriminologische Relevanz

Unbelievable gehört zu den eindrucksvollsten Darstellungen von Sexualdelikten und deren Bearbeitung durch Polizei und Justiz. Im Zentrum steht weniger der Täter als die Frage, wie Institutionen mit Opfern umgehen und welche Folgen Zweifel, Vorurteile und fehlerhafte Ermittlungen haben können.

Die Serie verdeutlicht, dass die Belastung für Betroffene nicht mit der Tat endet. Vielmehr können Vernehmungen, Misstrauen und gesellschaftliche Erwartungen zu einer sekundären Viktimisierung führen. Gleichzeitig zeigt Unbelievable, wie professionelle Ermittlungsarbeit, opferorientierte Befragungen und interinstitutionelle Zusammenarbeit zur Aufklärung schwerer Straftaten beitragen können.

Kriminologisch relevant sind insbesondere:

  • Sexualdelikte und Vergewaltigung
  • Viktimologie
  • Sekundäre Viktimisierung
  • Anzeigeverhalten
  • Dunkelfeldforschung
  • Gender und Kriminalität
  • Polizeiliche Ermittlungsarbeit
  • Institutionelle Vorurteile
  • Glaubwürdigkeitszuschreibungen
  • Trauma und Zeugenaussagen

Die Serie macht deutlich, dass Kriminalität nicht allein durch die Tat selbst bestimmt wird, sondern auch durch die gesellschaftlichen und institutionellen Reaktionen auf Opfer und Täter.

Kriminologische Einordnung

Trailer / Teaser