Kurzdefinition
Drogenhandel bezeichnet die Herstellung, den Transport, den Vertrieb oder den Verkauf illegaler Betäubungsmittel zum Zweck der Gewinnerzielung.
Ausführliche Erklärung
Der Drogenhandel zählt weltweit zu den bedeutendsten Formen der Organisierten Kriminalität. Er umfasst internationale Schmuggelnetzwerke ebenso wie lokale Vertriebsstrukturen auf Straßenebene. Aufgrund der hohen Gewinnmargen und der fortbestehenden Nachfrage nach illegalen Substanzen entstehen häufig komplexe kriminelle Märkte, die mit Gewalt, Korruption und Geldwäsche verbunden sein können.
Kriminologische Forschung weist darauf hin, dass die Struktur des Drogenhandels stark von der jeweiligen Drogenpolitik beeinflusst wird. Verbotsorientierte Ansätze können Schwarzmärkte fördern, während Legalisierungs- oder Entkriminalisierungsmodelle versuchen, kriminelle Profite zu reduzieren und gesundheitspolitische Ziele stärker in den Vordergrund zu rücken.
Theoriebezug
Der Drogenhandel wird häufig im Rahmen von Theorien der Organisierten Kriminalität, Rational Choice Theory, Subkulturtheorien und Anomietheorien untersucht.
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