American Gangster
Film- / Serienprofil
- Originaltitel: American Gangster
- Deutscher Titel: American Gangster
- Erscheinungsjahr: 2007
- Land: USA
- Regie / Creator / Showrunner: Ridley Scott
- Medium: Spielfilm
- Laufzeit / Umfang: 157 Minuten
- Schwerpunkte: Drogen und organisierte Kriminalität
Kriminologische Relevanz
American Gangster zeigt organisierte Kriminalität nicht als chaotische Gewalt, sondern als wirtschaftlich rationales Unternehmen. Frank Lucas etabliert eine vertikal integrierte Lieferkette, indem er Heroin direkt aus Südostasien importiert und Zwischenhändler ausschaltet. Dadurch kann er ein qualitativ hochwertigeres Produkt günstiger anbieten und innerhalb kurzer Zeit eine marktbeherrschende Stellung aufbauen.
Der Film verdeutlicht zugleich, dass organisierte Kriminalität selten isoliert existiert. Bestechlichkeit innerhalb der Polizei, internationale Schmuggelrouten, Geldwäsche sowie die Nutzung legaler Geschäftsstrukturen gehören ebenso zum kriminellen System wie Gewalt und Einschüchterung. Kriminalität erscheint damit als Teil komplexer sozialer und ökonomischer Netzwerke.
Parallel erzählt der Film die Geschichte des Polizisten Richie Roberts, dessen Integrität ihn innerhalb eines korrupten Polizeiapparats zum Außenseiter macht. Dadurch werden Fragen nach institutioneller Korruption, professioneller Ethik und den Schwierigkeiten effektiver Strafverfolgung in den Mittelpunkt gerückt.
Aus kriminologischer Sicht eignet sich American Gangster besonders zur Diskussion von Rational Choice, Routine Activity, Differential Association sowie Ansätzen der Organisierten Kriminalität. Gleichzeitig eröffnet der Film eine Debatte darüber, wie eng illegale und legale Märkte miteinander verflochten sein können.
Kriminologische Einordnung
Kriminalitätstheorien
Rational Choice Theory
Routine Activity Approach
Theorie der differentiellen Kontakte (Sutherland)
Theorie des sozialen Lernens (Akers)