Scarface
Film- / Serienprofil
- Originaltitel: Scarface
- Deutscher Titel: Scarface – Toni, das Narbengesicht
- Erscheinungsjahr: 1983
- Land: USA
- Regie / Creator / Showrunner: Brian De Palma
- Medium: Film
- Laufzeit / Umfang: 170 Minuten
- Schwerpunkte: Drogen und organisierte Kriminalität, Jugend, Devianz und Subkultur, Kriminalitätstheorien im Film
Kriminologische Relevanz
Scarface gehört zu den bekanntesten Filmen über organisierte Kriminalität und den internationalen Drogenhandel. Der Film illustriert zentrale Fragen der Kriminologie: Warum entscheiden sich Menschen für kriminelle Karrieren? Welche Rolle spielen soziale Aufstiegschancen, ökonomische Anreize und subkulturelle Werte? Und weshalb scheitern viele Akteure trotz spektakulärer Erfolge?
Im Zentrum steht Tony Montanas Aufstieg innerhalb der Kokainökonomie der 1980er Jahre. Der Film zeigt Kriminalität als rationales Mittel sozialer Mobilität, verdeutlicht aber zugleich die Risiken von Gewalt, Konkurrenz und staatlicher Kontrolle.
Kriminologisch relevant sind insbesondere:
- Organisierte Kriminalität
- Drogenhandel
- Kokainmärkte
- Kriminelle Karrieren
- Soziale Ungleichheit
- American Dream und Anomie
- Gewaltkriminalität
- Macht und Status
- Subkulturen
- Wirtschaftskriminalität im illegalen Markt
Der Film macht deutlich, dass illegale Märkte häufig nach ähnlichen Prinzipien funktionieren wie legale Märkte: Konkurrenz, Expansion, Gewinnmaximierung und Machtkonzentration bestimmen das Handeln der Akteure.
Kriminologische Einordnung
Kriminalitätstheorien
Anomietheorie (Merton)
Theorie der differentiellen Kontakte (Sutherland)
Rational Choice Theory
Cultural Criminology
Schlüsselwerke
Robert K. Merton – Sozialstruktur und Anomie (1949)
Edwin H. Sutherland – White Collar Crime (1949)