Polizei, Strafe und soziale Kontrolle gehören zu den zentralen Themen der Kriminologie und Kriminalsoziologie. Moderne Gesellschaften reagieren auf Kriminalität nicht nur durch Strafverfolgung und Sanktionen, sondern auch durch Überwachung, Prävention und vielfältige Formen sozialer Kontrolle. Dabei stellen sich grundlegende Fragen: Wie entsteht polizeiliche Autorität? Warum genießen Polizei und Strafjustiz Vertrauen
Kontrolle
Und es begab sich in der Dystopie…
Eine moderne Weihnachtsgeschichte über Kontrolle, Prekarität und Aufklärung Und es begab sich aber zu der Zeit… …dass die Bundesregierung – inzwischen geführt von einer Koalition, die sich selbst als „Rückgewinnung der Ordnung“ bezeichnete – eine neue Bevölkerungsstatistik einführte. Man versprach Transparenz, aber jeder, der die Geschichte kannte, wusste: Statistiken sind
Welches ist die beste Kriminalitätstheorie?
Zehn blinde Flecken der Kriminalitätstheorie Die Frage nach der „besten“ Kriminalitätstheorie ist so alt wie die Kriminologie selbst. Seit über 200 Jahren versuchen Wissenschaftler:innen zu erklären, warum Menschen gegen Gesetze verstoßen. Doch je mehr Theorien entstanden sind, desto deutlicher wird: Keine Theorie erklärt Kriminalität vollständig. Viele greifen zu kurz, fokussieren
Feigenblatt-Kriminologie? Eine disziplinäre Zwischenbilanz im Jahr 2025
„Successful failure“ – mit dieser paradoxen Formel beschrieben Ian Loader und Richard Sparks 2010 den Zustand der Kriminologie im angelsächsischen Raum. Die Disziplin sei institutionell erfolgreich – mit wachsender Studierendenzahl, akademischen Programmen und Fachzeitschriften –, aber politisch einflusslos. Ihre Analysen, Warnungen und Erkenntnisse verhallten ungehört.
Thomas Mathiesen – The Viewer Society (1997)
Mit The Viewer Society legt der norwegische Soziologe und Strafrechtler Thomas Mathiesen eine der einflussreichsten Weiterentwicklungen der von Michel Foucault geprägten Panoptismus-Theorie vor. In einer Zeit, in der Videoüberwachung, Massenmedien und digitale Kommunikation rasant zunehmen, schlägt Mathiesen einen Perspektivwechsel vor: Statt nur die wenigen zu betrachten, die viele überwachen, müsse
Heinrich Popitz – Über die Präventivwirkung des Nichtwissens. Dunkelziffer, Norm und Strafe (1986)
Über die Präventivwirkung des Nichtwissens. Dunkelziffer, Norm und Strafe ist ein einflussreicher Aufsatz des deutschen Soziologen Heinrich Popitz, der 1986 im gleichnamigen Sammelband erschien. Der Text basiert auf einem Vortrag und thematisiert, welche Funktion Unsicherheit, Unwissenheit und Undurchschaubarkeit für das soziale Ordnungsgefüge haben – insbesondere für die Wirksamkeit von Normen



