Kinderfernsehen wirkt auf den ersten Blick harmlos: bunte Figuren, einfache Geschichten, klare Konflikte. Aus soziologischer Perspektive sind Kinderserien jedoch alles andere als trivial. Sie entwerfen Modellwelten, in denen Kinder lernen, was „normal“ ist – welche Familienformen, Berufe, Konflikte, Geschlechterrollen und Formen von Autorität als selbstverständlich gelten. Kinderserien sind damit Teil
Geschlechterrollen
Power-Control-Theory (Hagan)
Die Power Control Theorie von John Hagan erklärt Unterschiede in den Kriminalitätsraten bei Männern und Frauen. Sie führt diese darauf zurück, dass Mädchen und Jungen in Familien unterschiedlich erzogen werden. Währende Jungen mehr Freiheit haben und dadurch eher zu Delinquenz neigen, werden Mädchen stärker reglementiert. Dadurch entwickeln sie mehr Selbstkontrolle
Feministische Kriminalitätstheorien
Eine kohärente feministische Kriminalitätstheorie existiert nicht. Korrekterweise müsste man daher eher von einer feministischen Kriminologie sprechen, als paradigmatische Ausprägung innerhalb kriminologischer Theorienbildung, die sich darauf konzentriert, wie Geschlecht und Geschlechterrollen soziale Konstrukte beeinflussen und von sozialen Institutionen, insbesondere dem Rechtssystem, behandelt werden. Barkan (2017) benennt vier Hauptthemenfelder der feministischen Kriminologie:
Sozialisation
Sozialisation bezeichnet den Prozess, durch den Individuen zu handlungsfähigen Mitgliedern einer Gesellschaft werden. Sie lernen dabei nicht nur soziale Regeln und Normen kennen, sondern entwickeln auch Haltungen, Werte, Fähigkeiten und Identitäten, die für das Zusammenleben in der Gesellschaft notwendig sind. Sozialisation ist ein lebenslanger Prozess – sie beginnt mit der

