Das Karrieremodell von Stephan Quensel beschreibt die Entwicklung kriminellen Verhaltens als mehrstufigen Eskalationsprozess. Kriminalität entsteht demnach nicht plötzlich, sondern im Verlauf einer sozialen Karriere, in der individuelles Verhalten, gesellschaftliche Reaktionen und staatliche Sanktionen miteinander interagieren. Im Zentrum steht die Beobachtung, dass kleine Anfangsdelikte durch negative soziale Reaktionen verstärkt werden können.
labelling approach
Karrieremodell (Hess)
Das Karrieremodell von Henner Hess gehört zu den prozessualen Kriminalitätstheorien und erklärt die Entstehung sowie Verfestigung kriminellen Verhaltens als Entwicklung über mehrere Phasen hinweg. Kriminalität entsteht demnach nicht plötzlich, sondern im Verlauf individueller „Karrieren“, in denen Motivation, situative Gelegenheiten, soziale Kontrolle und individuelle Entscheidungen miteinander interagieren. Hess verbindet in seinem
