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Kriminalitätstheorien

Waage als Symbol für das Gleichgewicht von Kontrolle in der Control Balance Theory von Charles R. Tittle

Control Balance Theory (Tittle)

Nach der Control Balance Theory wird sowohl die Wahrscheinlichkeit, mit der abweichendes Verhalten auftritt, als auch die charakteristische Form der Devianz durch das Verhältnis der Kontrolle bestimmt, der ein Mensch ausgesetzt ist, zur Kontrolle, die er selbst ausübt. Merkzettel Control Balance Theory Hauptvertreter: Charles R. Tittle Erstveröffentlichung: 1995 Land: USA

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Familie als Beispiel sozialer Bindung in Hirschis Bindungstheorie (Social Bond Theory)

Bindungstheorie (Hirschi)

Travis Hirschi geht in seiner Bindungstheorie (auch bekannt als Social Bond Theory) davon aus, dass Menschen grundsätzlich zu abweichendem Verhalten neigen. Die Theorie gehört zu den klassischen Kontrolltheorien der Kriminologie und richtet den Blick nicht in erster Linie auf die Ursachen von Kriminalität, sondern auf die Bedingungen normkonformen Verhaltens. Kriminalität

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Menschen überqueren geordnet einen Zebrastreifen – Sinnbild sozialer Kontrolle und Regelbefolgung.

Kontrolle

Was erklären Kontrolltheorien? Im Unterschied zu vielen anderen Kriminalitätstheorien steht bei Kontrolltheorien nicht die Frage im Mittelpunkt, warum Menschen Normen verletzen, sondern warum sie sich regelkonform verhalten. Ausgangspunkt ist die Annahme, dass abweichendes Verhalten grundsätzlich naheliegend ist – erklärungsbedürftig ist daher nicht Devianz, sondern Konformität. Kontrolltheorien gehen davon aus, dass

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Serpentinen als Symbolbild für das Karrieremodell nach Quensel

Karrieremodell (Quensel)

Das Karrieremodell von Stephan Quensel beschreibt die Entwicklung kriminellen Verhaltens als mehrstufigen Eskalationsprozess. Kriminalität entsteht demnach nicht plötzlich, sondern im Verlauf einer sozialen Karriere, in der individuelles Verhalten, gesellschaftliche Reaktionen und staatliche Sanktionen miteinander interagieren. Im Zentrum steht die Beobachtung, dass kleine Anfangsdelikte durch negative soziale Reaktionen verstärkt werden können.

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Weggabelung als Symbol für Handlungsentscheidung in Analogie der voluntaristischen Kriminalitätstheorie nach Dieter Hermann

Voluntaristische Kriminalitätstheorie (Hermann)

Die Voluntaristische Kriminalitätstheorie des deutschen Kriminologen Dieter Hermann erklärt abweichendes Verhalten durch das Zusammenspiel individueller Wertorientierungen und der Akzeptanz sozialer Normen. Kriminalität entsteht demnach nicht allein aus sozialen Strukturen oder situativen Gelegenheiten, sondern aus individuellen Entscheidungen, die durch Werte, Normen und gesellschaftliche Rahmenbedingungen beeinflusst werden. Der Ansatz verbindet handlungstheoretische Überlegungen

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schematische Darstellung des Karrieremodells nach Henner Hess

Karrieremodell (Hess)

Das Karrieremodell von Henner Hess gehört zu den prozessualen Kriminalitätstheorien und erklärt die Entstehung sowie Verfestigung kriminellen Verhaltens als Entwicklung über mehrere Phasen hinweg. Kriminalität entsteht demnach nicht plötzlich, sondern im Verlauf individueller „Karrieren“, in denen Motivation, situative Gelegenheiten, soziale Kontrolle und individuelle Entscheidungen miteinander interagieren. Hess verbindet in seinem

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Über SozTheo

SozTheo ist eine Informations- und Ressourcensammlung, die sich an alle an Soziologie und Kriminologie interessierten Leserinnen und Leser richtet.

SozTheo wurde als private Seite von Prof. Dr. Christian Wickert, Dozent für die Fächer Soziologie und Kriminologie an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen, erstellt. Die hier verfügbaren Beiträge und verlinkten Artikel spiegeln nicht die offizielle Meinung, Haltung oder Lehrpläne der HSPV NRW wider.

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