Die Theorie der differentiellen Gelegenheiten verbindet Lern-, Subkultur-, Anomie- und Theorien der sozialen Desorganisation und erweitert diese um die Erkenntnis, dass für kriminelles Verhalten auch der Zugang zu illegitimen Mitteln bestehen muss. Merkzettel Differential Opportunity Theory Hauptvertreter: Richard Cloward, Lloyd Ohlin Erstveröffentlichung: 1960 Land: USA Idee/ Annahme: Die Theorie der
ätiologisch
Theorie der differentiellen Kontakte (Sutherland)
Die Theorie der differentiellen Kontakte (oder: differentiellen Assoziation) besagt, dass kriminelle Verhaltensweisen erlernt werden. Eine Person wird delinquent, wenn vorrangig Einstellungen vorliegen, die Gesetzesübertretungen begünstigen, gegenüber solchen Einstellungen, die Gesetzesverletzungen negativ bewerten. Merkzettel Differential Association Theory Hauptvertreter: Edwin H. Sutherland Erstveröffentlichung: 1939 (9 Thesen ab 1947) Land: USA Idee/ Annahme:
General Theory of Crime (Gottfredson & Hirschi)
Die allgemeine Kriminalitätstheorie (General Theory of Crime) erklärt, wie andere Kontrolltheorien auch, die Abwesenheit und nicht das Entstehen von Kriminalität. Dies führt sie auf Selbstkontrolle zurück. Verfügt ein Individuum über wenig Selbstkontrolle, und hat es die Gelegenheit zur Kriminalität, wird kriminelles Verhalten wahrscheinlicher. Da die Gelegenheiten zur Kriminalität weit verbreitet
Control Balance Theory (Tittle)
Nach der Control Balance Theory wird sowohl die Wahrscheinlichkeit mit der abweichendes Verhalten auftritt als auch die charakteristische Form der Abweichung bestimmt durch das Verhältnis der Kontrolle, der ein Mensch ausgesetzt ist, zur Kontrolle, die er selbst ausübt. Merkzettel Control Balance Theory Hauptvertreter: Charles R. Tittle Erstveröffentlichung: 1995 Land: USA
Bindungstheorie (Hirschi)
Hirschi geht in seiner Bindungstheorie davon aus, dass Menschen von Natur aus zu Delinquenz neigen. Die für ihn interessante Frage ist, was Menschen davon abhält, gegen Normen zu verstoßen. Konformität wird laut Hirschi durch soziale Kontrolle erzeugt. Hirschi unterscheidet vier verschiedene Formen sozialer Bindung (social bonds) und deren Einfluss auf
Karrieremodell (Quensel)
Stephan Quensels Karrieremodell beschreibt die Entwicklung kriminellen Verhaltens als mehrstufigen Eskalationsprozess – ausgelöst durch das Wechselspiel individueller Delinquenz und gesellschaftlicher Sanktionierung. Merkzettel Karrieremodell – Stephan Quensel Hauptvertreter: Stephan Quensel Erstveröffentlichung: 1970 („Wie wird man kriminell?“) Land: Deutschland Idee/Annahme: Kriminalität entwickelt sich in einem mehrphasigen Teufelskreis aus individueller Delinquenz, gesellschaftlicher Reaktion